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@ The Albatross + Marcus Drewsen
Ihr vergesst in Eurer Euphorie für die ach so Zuschauerfreundlichen neuen Regeln, das entscheidende Detail:
An erster Stelle stehen diejenigen, die den Sport ausüben. Wenn das dann einer sehen will, umso besser, aber sich dermassen anzubiedern, auch mit dem Nachteil, daß es den Aktiven weniger Spaß macht, ist für mich das Letzte.
Was das Thema Demokratie betrifft: Im Gegensatz zur Politik, sind ITTF ,DTTB und Verbands - Funktionäre ausschließlich Interessenvertreter ihrer Mitglieder. Aus diesem Grund müssen Sie die Interessen auch erst mal feststellen, bevor solch weitreichende Entscheidungen gefällt werden. Hier sind die Betroffenen eben nicht nur ihrem Gewissen verantwortlich. Die Satzung des HTTV sagt zum Beispiel, daß die Mitglieder ( also die Vereine) das Recht haben,
1) - die gemeinsamen Interessen durch den Verband vertreten zu lassen.
2) - durch stimmberechtigte Delegierte der Kreise an den Entscheidungen über alle grundsätzlichen und wichtigen Angelegenheiten auf dem Verbandstag mitzuwirken.
Ich nehme mal an, daß es sich bei der neuen Zählweise um keine wichtige Entscheidung handelte, oder etwa doch ????
Dazu muß man wissen, daß die neue Zählweise niemals Thema bei irgendeinem Verbandstag war, ja nicht einmal alle Mitglieder des Vorstandes der Verbände im Vorfeld der BHV befragt wurden.
Hier noch von demokratischer Entscheidungsfindung zu sprechen ist schlicht unzutreffend.
Im übrigen sollte man sich auch nicht der Illusion hingeben, daß der DTTB in Osaka ein so kleines Licht war, immerhin ist er einer der weltgrößten TT-Verbände und hat einen ganz enormen Einfluß. Bei der Abstimmung in Osaka sind mit Sicherheit einige Stimmen durch entsprechende Zugeständnisse an kleinere Verbände zustande gekommen.
Wie in allen Sportverbänden, so gibt es auch bei der ITTF einige, die sind gleicher als andere und haben eben mehr Einfluß. Und der DTTB hat Einfluß. Er kann also in keinem Fall die Verantwortung von sich schieben.
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