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AW: Frank Müller
Man darf bei dem Thema auch den psychologischen Effekt nicht vergessen. Nach zwei verlorenen Sätzen gegen Material weiss man vielleicht, wie der Hase läuft, steht aber dafür mächtig unter Druck und produziert unnötige Fehler.
Auch kann man (ich zumindest) im Wettkampfstress nicht so intensiv über Taktik nachdenken wie zu Hause auf dem Sofa, wenn ich genau weiss: In drei Stunden wird mein Gegner ein Abwehrer mit langen Noppen sein, der diese oder jene Stärken hat.
Ich z.B. habe in dieser Saison zweimal gegen einen sehr aggressiven Glattnoppi gespielt. Beim ersten mal bin ich nicht mal in die Nähe eines Satzgewinns gekommen, obwohl ich prinzipiell wusste, wie man gegen glatte Noppen spielt.
Vor dem Rückspiel habe ich mir dann intensiv Gedanken gemacht, mir aber trotzdem nicht viele Chancen ausgerechnet. Das Spiel ging mit 3:1 an mich. Mein Gegner hat sehr viel mehr Fehler beim VH-Angriff gemacht als im Hinspiel, was vor allem daran lag, dass es diesmal von Anfang an knapp war und er gemerkt hat, dass der Überraschungseffekt nicht mehr da war.
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