Einzelnen Beitrag anzeigen
  #8  
Alt 25.03.2005, 14:31
tomji tomji ist offline
Nordisch By Nature
Foren-Stammgast 1000
 
Registriert seit: 18.02.2005
Alter: 46
Beiträge: 1.279
tomji ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Was machen mit 100% talentfreien Jugendspieler?

Du hast das Problem der Jugendlich doch ganz gut erkannt, keine Koordination, null Ballgefühl und ziemlich lahm, ich würde also erstmal daran Arbeiten, dass heißt sehr sehr sehr viel Koordinationstraining am Anfang, viel Roboter und Balleimer im Techniktraining und alle sonstigen Tischtennisspezifischen Übungen von sehr leichten, langsam, zum Schweren und am Ende ein Konditionstraining (umfasst Ausdauer, Schnelligkeit, Kraft usw.).
Ohne die Fähigkeiten euer Jugendlich gezielt zu fördern geht nix, egal mit welchen Material sie Spielen.

Zum Material, Deiner eigentlichen Frage, man sollte Spielern immer das Material empfehlen das am besten zu ihnen passt, doch wie erkennst man das???

Wenn ein Spieler schon alle Techniken relativ sicher spielen kann, und dementsprechend auch das Vertrauen in alle diese Schläge hat, ist es an seiner Spielweise (Grobform der Spielsystem), seiner Taktik, wie er wirklich im Spiel spielt leicht zu erkennen, welches Material das beste für sein Spielsystem ist.

Wenn ein Spieler noch keine gute Grundtechnik hat, ist es schwieriger, muss aber auch wiederum nicht zwingend sein, das hängt zusammen mit der Riskoeinstellung des Spielers.

Risikofreudige Spieler werden versuchen die Art die sie spielen wollen, auf biegen und brechen, zu spielen, unabhängig davon ob die Erfolgsaussichten relativ hoch, oder gering sind, bei diesen Spieler fällt es relativ leicht, frühzeitig, eine Materialempfehlung zu geben.

Bei Risikoneutralen und Risikoscheuen Spielern, bilden denk ich die Mehrheit der Menschheit, wird man erst nachdem die Spieler genug vertrauen in alle ihre Schläge setzen erkennen können, was für sie am besten geeignet ist.
Der Risikoneutrale wird erst bei einer Erfolgsausicht um etwa 50% versuchen mit schwierigen Schlägen zu agieren, der Risikoscheue wird wohl solange mit Sicherheitsschlägen agieren bis er sich sicher ist den Ball aktiv treffen zu können.

Du siehst also, das Materialempfehlungen was die Art der Beläge betrifft nicht so einfach sind, wenn noch keine gute Grundtechnik gegeben ist, darum sollte man meiner Meinung sehr Vorsichtig damit sein Noppen, oder Anti’s zu empfehlen, weil das was man sieht doch oft täuschen kann.

Eine andere ganz wichtige Sache zum Material, Spieler sollten sich ihre Sachen selber aussuchen, dies motiviert den Spieler viel mehr, sorgt auch dafür das der Spieler sein Material auch wirklich optisch leiden mag (wichtiger als man glaubt), eine gewisse Verbundenheit zwischen Spieler und Material besteht (ähnlich wie Mann und sein Auto) und der Spieler lernt sich selber besser einzuschätzen, wenn er danach wieder neuen Material braucht.
Vorgeben sollte man die Eignung die des Material DEF, AR, usw. und die Schwammdicke sollte eingegrenzt werden.
Mit Zitat antworten