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Zitat von Spaßspieler
Die Probleme, die ich beim Folienkleben sehe, sind folgende:
1. Bei Auswärtsspielen (bis zu 1.5h Fahrzeit) variiert die Zeit sehr stark, in der die Lösungsmittel durchziehen und der Effekt dürfte stark schwanken. Die Faustregel, nach der Wölbung des Belags zu schauen, klappt bei mir nicht so recht. Nach ca. 35min ist der Bauch weg, die Gummis stehen trotzdem unter Spannung.
2. Wie soll ich nachkleben? Nochmal auf Folie? Das brauch aber seine Zeit und ist dann schon sehr aufwändig bei Turnieren oder?
3. Die Beläge dehnen sich extrem und stehen dann stark über. Wenn ich sie allerdings zuschneide, sind sie irgendwann zu kurz.
Nochmal meine Frage: Macht es einen Unterschied für das Durchziehen der LöMI im Belag, ob ich schon mit dem gerade nass geklebten Schläger spiele?
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Zu 1.: Hm, das ist dann sicherlich auch Belag- oder Schwammabhängig. Bei meinem HP@ ist auch nach ner Stunde noch ein guter Bauch da (länger musste ich noch nicht warten). Der Effekt schwankt eben nicht stark, das ist ja das Angenehme. Es war bei mir bisher beinahe unmerklich, ob ich nach 15 Min. abgezogen habe oder nach 50 Minuten.
Bei solchen längeren Fahrzeiten klebe ich eine dickere Schicht auf Folie ca. 15 Min. vorher vor. Damit wird der Effekt auf der Folie selbst dann deutlich verlängert.
Zu 2.: Kann ich leider nicht sagen, ich habe leider noch kein Turnier mit Folienkleben gespielt. Mit dem richtigen Kleber (dünnfl.) kann man in 8-15 Min. auf Folie nachkleben. Man weiss ja aber leider nie, ob man die Zeit auch hat. Daher würde ich es im Zweifelsfall wohl auch vorziehen, normal nachzukleben um mich dann lieber über das relative "Zufallsergebnis" zu ärgern

Ich konnte jedenfalls schon zwei oder drei Mal an die 5 Stunden mit meiner Klebung spielen, ohne dass ich nachkleben musste, etwa nach 4,5 Std. nimmt es aber schon etwas ab.
Zu 3.: Wenn man stets konstant klebt, kommt man gerade mit dem Folienkleben immer wieder auf ziemlich die gleiche Größe, denn gerade dabei wird die gesamte Kleberschicht immer wieder durch die lange "Durchziehzeit" vollständig durchgeweicht.
Ich habe möglichst immer den maximalen Überstand von 2mm und wenn ich im Training mal doch zu heftig klebe, schneide ich eben nicht ab. Am Besten läuft es bei mir, wenn ich einen neuen Belag etwa fünf mal im Training spiele, dann kann man auch schon auf dem Schwamm/Kleber den Rand des Holzes gut erkennen und beim endgültigen Schneiden sich daran orientieren, dass man ihn nicht kleiner als den äußersten abgezeichneten "Rand" schneidet.
Einen Effekt, dass die Beläge kleiner als zugeschnitten würden, habe ich aber auch noch nie beobachtet.
Der Bereich, dass die Klebeschicht die Klebung nicht behindert, ist mit dem Folienkleben IMO auch vergrößert, ich kann mir recht viel Zeit lassen, bis ich wieder mal die Schicht abziehen muss. Den Punkt hatte ich beim normalen Kleben jeweils viel früher erreicht. Vermutlich durch a) den höheren Kleberverbrauch und b) durch den geringeren Wirkungsgrad der "Normalklebung".
Und nochmal zu Deiner Frage: Nicht dass ich wüsste und zwar weil, wie bereits erwähnt, es keinen Sinn hat, mit einem frisch nassgeklebten Belag zu spielen. Probiere es aus, Du wirst merken was ich meine. Niemand spielt mit einem frisch nassgeklebten Belag, weil es einfach nicht geht. Zumindest nicht so, wie sich ein Belag spielen sollte.