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Alt 29.03.2005, 03:14
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Nacki Nacki ist offline
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Nacki ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Aufschläge/Returns Doppel

Wie überall gibt es auch hier Ausnahmen, aber im Doppel sind kurze und halblange Aufschläge mit (Seit)Unterschnitt der Standard. Und das nicht umsonst. Diese sind dann zu kombinieren mit wenig Schnitt möglichst so, daß man den Unterschied nicht erkennt. Nachteil von ganz kurzen Aufschlägen ist, daß sie leichter ganz kurz abgelegt werden oder gut aggressiver geflippt werden können. Schupft der Gegner sowieso lang beim Rückschlag, kann man die ruhig spielen, weil dann nicht die Gefahr besteht, daß er halblange attackiert, weil sie evtl. zu lang geraten oder er sehr gut über dem Tisch ziehen kann. Komplementär dazu sind halblange Aufschläge nur sehr schwer kurz zurückzuspielen, und einige Spieler können damit allgemein nicht viel anfangen.

Je nach Gegner (Material, Stärke oder bis dato starke Returns auf bisherige kurze Bälle) und Güte der Aufschläge kann man auch mal ein kurzes Überschnittservice oder diverse lange Aufschläge einstreuen.

Außerdem gilt, wenn man vor allem gerne auch Seitschnitt in den Aufschlägen hat, daß man, ausgehend von Rechtshändern, eher mit Rückhand serviert, wenn der Rückschläger mit Vorhand annimmt, und den klassischen Aufschlag mit der Vorhand macht, wenn der Gegner mit Rückhand nimmt.

Beim Rückschlag sollte man in der Lage sein, lange Aufschläge zu attackieren und kurze kurz zu legen. Flips (vor allem diagonal) sollte man auch können. Ebenso einen langen scharfen Schupfball diagonal. In letzter Zeit erfreuen sich auch "krumme" diagonale Rückschläge mit Rückhand, die Seit- oder Seitunterschnitt haben, steigender Beliebtheit.

Muß man jedenfalls lang returnieren, weil die kurzen zu hoch und/oder doch zu lang geraten oder man irgendwie nicht damit punktet, ist beim langen Schupfen oder Flippen die Plazierung wichtig. Gegen Vorhandangreifer am besten auf die Ecken. Greift der Gegenspieler beidseitig an, sollte man schauen, ob er etwas in die Mitte absinkt. In diesem Falle ist die RH-Ecke oft eine gute Wahl, im anderen Falle auch der Wendepunkt. Halblange Schupfbälle auf den Wendepunkt sind generell für manche auch Gift, besonders wenn der eigene Partner gut gegenziehen oder aggressiv blocken kann.

Wenn Ihr das üben wollte, spielt einfach regelmäßig ein paar Minuten Doppelauf- und Doppelrückschläge, und zwar vor allem wechselnd kurz mit und ohne Unterschnitt. Beim Rückschlag sollte man das kurze und flache Zurücklegen dieser beiden Varianten üben, sowie aggressive lange Messer und Flips diagonal.

Ansonsten mal einen Blick in folgenden Thread werfen. Der beinhaltet auch einen Link zur Ausarbeitung Joachim Voigts zum Doppelspiel.
http://www.tt-news.de/forum/showthre...t=voigt+doppel
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