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Ich denke mal, dass die Vereine, die die neue Ausländerregel ignoriert haben, sich auch jetzt nicht dran halten werden und darauf vertrauen, dass sie ihre Position vor einem ordentlichen Gericht doch noch durchsetzen. So lange haben wir dann natürlich Chaos: Es wird gespielt, die Spiele werden aberkannt (besonders lustig, wenn zwei Mannschaften gegeneinander spielen, die beide zu viele Nicht-EU-Ausländer in ihren Reihen haben...), die offiziellen Tabellen und die mit den gespielten Ergebnissen gehen meilenweit auseinander etc.
Mich würde interessieren, ob die betroffenen Vereine glauben, ihren Zuschauern diese Situation so vermitteln zu können, dass die trotzdem noch Interesse haben, sich die Spiele anzugucken. Ich habe da jedenfalls schwere Bedenken...
Mit sportlich fairem Verhalten hat das alles meiner Meinung nach nichts zu tun. Wenn der Verband Regeln beschließt, muss man sie einhalten, egal ob sie einem in den Kram passen oder nicht. Die vielbeschworene Autonomie des Sports wird durch die im TT ja nun seit Jahren vorgeführte Prozesslawine irgendwann ad absurdum geführt; zum Schluss muss dann mal der Bundestag über die WO entscheiden, und das Verfassungsgericht überprüft dann noch die Legitimität...
Verfolgen wir die Situation also mal weiter - ich kann das gottseidank aus der Distanz, weil unser Verein keine Mannschaft hat, die so hoch spielt, dass sie von der Geschichte tangiert wäre. Ansonsten wäre mir der Spaß extrem verleidet.
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Pfannaflicka - der "Kampfname" der Rainer Tischtennisspieler; in Erinnerung an unseren unvergessenen Peter Drabek (1965 -1997), der diesen Begriff geprägt hat
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