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Zitat von long-pips
so weit ich weiß, wird ab 50 geblitzt bzw. 52 und dann die tolleranz abgezogen. und der vergleich hinkt schon etwas oder ?
des weiteren warum sollte ich mich über falsche aufschläge beschwehren, wenn ich selber keine regelgerechten zustande bringen will.
und da ist glaubig der " hund begraben", es liegt am wollen. wenn der SR am tisch zuerst verwarnt und erklärt warum er den spieler verwarnt, wird der spieler seine aufschläge ändern. Solange kein Sr was sagt wird sich auch nichts ändern.
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Diese Auffassung teile ich z.B. überhaupt kein bisschen. Ich erinnere nur an einige Veranstaltungen, in denen viele AS abgezählt wurden, was nur zu Frust, Unsicherheit und Gelben Karten (u.A. C.Süss) bei den Spielern führte.
Im Übrigen scheinen mir stets die SR´s in der Überzahl zu sein, die nen Teufel tun, etwas zu erklären, was sie entschieden haben.
Und die Mutmaßung, die Gegenspieler beschwerten sich nicht, weil sie auch verdecken wollten, ist sowas von hanebüchen, das geht mir ja gar nicht rein. Mir ist außer Gardos wirklich kein Spieler aufgefallen (auch nicht Chen), der den Arm so lange in der "verbotenen Zone" gehalten hat. Und es hat auch nicht den Anschein gehabt, die Spieler tasteten sich so langsam da ran, was gerade noch "erlaubt" wird und was nicht.
Diese Aufmerksamkeit für die SR ist überhaupt nicht in der Konzentration auf das Match enthalten. Die Spieler wollen nur gutes TT spielen, das hat jeder gesehen. Und es ist mir positiv aufgefallen, dass endlich mal wieder die SR
nicht aufgefallen sind, wie bei mancher Großveranstaltung vorher.
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Zitat von long-pips
wenn den spielern klar ist worum es geht und alle, ich meine wirklich alle SR's gleich entscheiden, werden sich die spieler dem anpassen. Weil sie können wenn sie wollen.
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Die Regeln sind klar, es muss keine "harte Gangart" gegangen werden. So wie der Zustand im Moment ist, finde ich ihn sehr zufriedenstellend. Vielleicht ist er das Ergebnis der vorherigen, tw. überstrengen und tw. auch nicht nachvollziehbaren Handhabe, wer weiss? Aber es tut dem Spiel gut, der Publikumswirksamkeit, der Übertragung, den Spielern und der Atmosphäre.
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Zitat von long-pips
es geht hier auch nicht um einen hochgeworfenen ball, der 5 oder von mir aus auch 10 aus dem lot ( senkrechten) ausreißt aber wenn der ball an der mittellinie hoch geworfen wird und an der ecke des tisches getroffen wird ist das in meinen augen keine kleine abweichung. wenn ich jetzt richtig liege, ist das eine abweichung von ca.70 cm.
@ bow wie gesagt es geht nicht um kleine abweichungen sondern um die großen. ich wieder hole mich auch. wenn die spieler wüßten, das ihr falscher aufschlag zu einer verwarnung und im wiederholungsfall zu punktverlußt fürt, werden sie sich dem anpassen.
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Mein ehemaliger Physiklehrer hätte jetzt drunter geschrieben: 5 oder 10 was? Birnen? Kühe? ->Einheiten!!

Siehst Du, und da scheiden sich schon die Geister. Warum sind 70cm eine zu große Abweichung von der Senkrechten? Was ist nahezu? Sicherlich (?) ist damit weniger als 70cm gemeint (was ja aber auch abhängig von der tatsächlichen Wurfhöhe ist, nicht wahr?), aber natürlich wird es immer strenger formuliert, als man es einklagen
muss. (Wir reden u.A. auch vom AS von Tugwell, nicht?)
Das ist aber z.B. ein Punkt, der nichts, aber auch gar nichts mit einem fairen oder unfairen AS zu tun hat. Diese Frage interessiert keinen Sack Reis, sondern
nur und ausschliesslich Schiedsrichter.
Alleine schon dieses vielzitierte "Handbook" wie auch immer das weiter heisst, zeigt doch schon auf fast ironische Weise, dass viele SR das Fingerspitzengefühl auch Schwarz auf Weiss brauchen, damit sie den Rahmen einordnen können. Das ist doch auch bisschen ein Armutszeugnis, oder?
Wenn ein Spieler zum Beispiel den Ball an der Mittellinie hochwirft und er dann hinter dem Körper verschwindet, um dann als AS wieder hervorzukommen, dann würde ich nichts sagen, wenn der abgezählt wird. Aber wenn der Ball in seinem ganzen Flug völlig frei beobachtbar ist und auch noch entsprechend hoch geworfen wurde, wieso denn nicht? Wo ist denn da das Problem (für den Gegner, die Fairness, die Sportlichkeit, das Spiel, den Sport)? Nur den SR lasse ich mal aussen vor, denn eben um den geht es dabei nicht! Ist vielleicht undankbar der Job, daher immer

für SR-Engagement, aber so ist es eben. SR müssen bescheiden sein, das verlangt der Sportsgeist.
Und vor allem müssen sie begreifen,
wofür und warum eine Regel besteht. Dann fällt die Auslegung auf einmal viel, viel leichter. Und da hapert´s IMO. Sollte man in der SR-Ausbildung deutlich mehr Wert drauf legen. Dann fällt es auch leichter, sich Regeln zu merken.
Um Deine Frage eingangs nochmal sinngemäß aufzugreifen: "Oder sehe ich das einfach zu eng?" Meine Antwort: Deutlich, weil dem Sinn der Regel entfremdet.