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AW: Zweitligaspiel Fehlentscheidung?
@way2slow:
Auf welcher Grundlage? Die Grundlage hier für mich ist die von Dir beschriebene Situation. Dazu kommt dann das Regelwerk mit dem entsprechenden Absatz, den Du ja zitiert hast.
Nun lässt sich darüber mit Argumenten diskutieren, wobei die besseren Argumente überzeugen sollten.
Die meiner Meinung nach besseren Argumente hat bislang Michael Frey geliefert, und diese auch noch sehr gut in Worte gefasst. Eine Mehrzahl der bisherigen Leser dieses Threads scheinen ebenfalls dieser Meinung zu sein.
Ich kann Deine Argumentation, dass der Spieler mit dem Werfen des Schlägers sicher nicht das Ziel hatte, diesen zu zerbrechen, und damit unabsichtlich gehandelt hat zwar nachvollziehen, ihr aber nicht zustimmen. Das Werfen war klar eine absichtliche Handlung. Die Folge des Werfens war nicht vorauszusehen, beinhaltet aber als Möglichkeit das Zerbrechen des Schlägers. Insofern wird das Zerbrechen in Kauf genommen, ist also nicht mehr unabsichtlich (wenn auch nicht vollkommen absichtlich). Damit ist für mich der Entscheid des Schiedsrichters regelkonform.
Wenn jetzt jemand gute Argumente für eine gegenteilige Auslegung hat, die mich überzeugen, bin ich gerne bereit, meine Meinung zu ändern.
Meine Bemerkung "wenn Schiedsrichter anfangen, sich nicht mehr an die Regeln zu halten, wo kommen wir denn da hin" bezog sich vor allem auf die Bemerkung es würde das Fingerspitzengefühl fehlen. Sich auf Fingerspitzengefühl zu berufen ist kein Argument für eine Regelauslegung wie Du sie vorschlägst.
Aber Deine eigentlich Frage war ja, wie wir in einer solchen Situation handeln würden. Meine Sicht der Lage kennst Du ja nun, demnach lautet meine Antwort: Ja, ich würde eingreifen, und zwar genauso wie es der Schiedsrichter in diesem Fall getan hat. Der Grund, warum ich hier Fingerspitzengefühl als unangebracht ansehe (im Gegensatz zu einer Situation, wo z. B. ein Aufschlag zwar regelwidrig ist, dem Aufschläger aber keinen Vorteil verschafft, weil z.B. der Ball nicht genau senkrecht nach oben geworfen wurde) ist der, dass das Verhalten (sprich Werfen des Schlägers) unangebracht und damit unerwünscht ist (kann man daran sehen, dass es dafür eine gelbe Karte geben kann), und der Spieler damit jeglichen Kredit, in Form von Fingerspitzengefühl beim Schiedsrichter, verspielt hat.
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