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Alt 10.04.2005, 07:32
Spider4 Spider4 ist offline
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AW: Abschneiden des DTTB bei der EM

Abschließend zu diesem Thema muß man wirklich feststellen wie wenig kritikfähig sich sowohl Trainer wie auch betroffene Spieler den Resultaten stellen. Im dts ist von "den vielen Millionen Bundestrainern wie im Fußball, die alles besser wissen" die Rede, ebenso beharrt man darauf die richtige Entscheidung im Hinblick auf die Mannschaftsaufstellungen getroffen zu haben. Jörg Roßkopf führt für seine Resultate mit an "er hat nicht mehr das Vertrauen gespürt, daß er früher hatte" und beklagt, es gab zu lange Theater um die Nominierung.

Man kann sicherlich seitens der Trainer so gut wie jede Entscheidung irgendwie rechtfertigen, aber es kommt nicht einmal das Statement, man hätte vieleicht vorher anders planen können.

Gestern trafen ausgerechnet Bastian Steger - Jörg Roßkopf in der Bundesliga aufeinander : Steger siegte hier klar mit 3:1. Insgesamt steht der 11 Jahre jüngere Spieler jetzt 11:5 oben, Jörg Roßkopf dagegen nun in der RR gar 1:12. In der Rangliste des oberen Paarkreuzes steht er auf Position 27 mit 7:20 Spielen, auf der letzten aufgelisteten Postition.

Zum Stand der EM hatte man 10:4 zu 1:10. Da ist es wirklich schwer nachzuvollziehen, daß der über ein Jahrzehnt jüngere Spieler nicht für die Mannschaft nominiert wurde. Das müßte ja auch ein Jörg Roßkopf einsehen können, weshalb bei dieser seiner Nominierung soviel Theater war, grade wenn er dieses Theater als Grund seines fehlenden Selbstvertrauens anführt. Wie ist denn dann die mittlerweile 1:12 Bilanz in der Bundesliga zu erklären ? Vergleichbarer kann man Spieler eigentlich ja nicht mehr messen.

Abschließend möchte ich nochmals sagen, wie schade das ganze Thema ist, denn Jörg Roßkopf hat nicht nur durch den WM-Titel 89 im eigenen Land soviel für den deutschen Tischtennis-Sport getan und erreicht. Ebenso auf Vereinsebene mit Borussia Düsseldorf, wo er mit Samsonov zusammen vieleicht das stärkste Spitzenpaarkreuz aller Zeiten bildete. Vieleicht hat er es verpaßt rechtzeitig zurückzutreten und muß sich nun diesen Kritiken stellen, gegen Spieler ob in der Bundesliga oder international zu verlieren, die er vor einem Jahrzehnt noch nach Belieben beherrscht hätte.
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