Zitat:
|
Zitat von Ricardo Schimassek
Wahrscheinlich haben die Chinesen da ihre Finger im Spiel.
|
Totaler Bloedsinn, basiert auf nichts andere als Ignoranz gegenueber den Fakten.
Chiang hat lange Jahre in der chinesischen Superliga gespielt und sagt selbst, dass er lieber auf dem chinesischen Festland als zu Hause spielt, weil er dort so viel mehr Fans hat. Tatsaechlich scheint er insbesondere bei den chinesischen Maedchen noch beliebter zu sein als Chuang, vermutlich weil er mehr "Maennlichkeit" ausstrahlt.
Traditionell haben die chinesischen und taiwanesischen Tischtennis-Verbaende eine gute Beziehung zueinander. Wie anders waere zu erklaeren, dass Ex-Weltmeisterin Chen Jing nach ihre Karriere in der chinesischen Nationalmannschaft Anfang Neunziger ganz offiziell und mit Genehmigung des chinesischen Verbands nach Taiwan gewechselt ist? Wie anders waere auch moeglich, dass Chuang Chih-Yuan als Jungendliche mehrere Jahre lang in China, zeitweise sogar in der chinesischen Jugendnationalmannschaft ausgebildet wurde?
Ich habe noch nie erlebt, dass Spieler aus Taiwan auf dem Festland vom Publikum unfreundlich empfangen werden. Auch von TV-Kommentatoren habe ich nie irgendwas Unsportliches oder ueberhaupt Politisches vernommen, und das gilt sowohl fuer das festland-chinesische als auch das taiwanesische Fernsehen.
Uebrigens, auch mit den "Konfliktnachbaren" Suedkorea und Japan haelt China im Bereich Tischtennis schon immer eine ausgesprochen freundliche und enges Verhaeltnis, das ueber das hinaus geht, was z. B. DTTB mit seinem Nachbarsverbaende pflegt.
Insofern ist die Beschimpfung ueber "chinesische Sauerei" gerade im Bezug auf das Tischtennissport voellig weltfremd und idiotisch. Das muss so klar gesagt werden.