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Lützenkirchen - 1. TTC 3:9
Hallo Zusammen,
dann will ich mal das Spiel aus unserer (Lützenkirchener) eingeschränkt euphorischen Sicht beschreiben. Das Ergebnis sieht ja recht deutlich aus.
Die Doppel liefen noch im tolerierbaren Bereich ab. Zwar hatten Thilo Schmitz und Sven Bruhn etliche Chancen, ihr Doppel zu gewinnen (u.a. eine 10:6 oder 10:5 Führung), jedoch ging das Doppel mit Harald Greising und Sven Alderath 11:9 im Fünften aus. Das dritte Doppel war zwar umkämpft aber verdient an den TTC gegangen. Bis dahin "ce la vie".
Dann folgten im oberen Paarkreuz zwei sehr intensive Matches, die dann in den jeweiligen entscheidenden Phasen von uns "wegkippten". Das hatten wir noch "einkalkuliert", das 1-4 war für uns nicht beunruhigend. Dass wir bis auf den letzten Satz im gewonnen Doppel jeden Satz bei zwei Punkten Unterschied bis dahin verloren hatten, war halt "Pech".
Dann kam die Mitte und aus dem "Pech" wurde ein Trend. Christoph Thiem verlor den ersten Satz wie wir alle an dem Abend hauchdünn, schon etwas resigniert, lief der zweite durch. Im dritten und vierten lehnte er sich erheblich auf und gewann diese "mittel-deutlich". Im Fünften, alle Karten bei 6-3 in der Hand, tat die vom 1. TTC im Dom aufgestellte Kerze wieder ihren Dienst und stahl uns auch dieses Spiel. Als wäre ein Spiel zur Bestätigung des Trends nicht genug, konnten die verlorenen Sätze von Harald Greising mit zwei Punkten unterschied parallel bestaunt werden. Von unseren Zuschauern wurden wir nun immer häufiger mit der Frage "Wie kann denn so etwas sein?" konfontiert.
Ich nahm mir nun in meinem Spiel fest vor, das Blatt zu wenden. Mir sollte vergebene Satz- oder Matchbälle nicht passieren. Wohl etas übermotiviert gab ich erstmal eine 8-1 Führung meinem Kontrahenten. "Na wenigstens verliere ich nicht knapp" hat sich kurz als Gedanke aufgedrängt. Dann konnte ich mich doch noch in den Satz spielen und kam auf 8:8. Da schlug das Lützenkirchener Schicksal des Abends für mich zum ersten Mal zu. Unabwendbar entglitt der Satz 11:9. Der zweite dann 11:8 für mich. Der dritte Satz lief noch deutlicher für mich. Leider nur bis zum 10:6. Der entscheidende 11. Punkt war wie für die meisten meiner Mitspieler an diesem Abend unerreichbar, also 10:12. Jetzt dürfen alle raten, wie der vierte ausging, klar 12:14.
1-7
Sven Bruhn fiel als einziger aus der Rolle und entschied ein sehr schön anzusehendes Match gegen Bruno im Fünften für sich. Scheinbar hatte er als einziger von uns "geistige Frische" mitgebracht. Diese erlaubte ihm, im Fünften Satz taktisch auf "Ballonabwehr" umzuschalten und somit die entscheidenden Punkte zu erzielen.
2-7
Thilo Schmitz verstand das Signal, ein 9-7 war ja auch ok für uns :-). Er schnappte sich das Match und es schien, als dass sich die Wahrscheinlichkeitsrechnung nun doch noch bis nach Leverkusen herumgesprochen hatte.
3-7
Aber....kaum gedacht, schon gelacht. Gregor ließ uns bis zu seiner 2-0 Satzführung träumen, der erste Satz bestimmt glücklich. Aus unserer Sicht leider leider kam der Punkt nicht.
3-8
Nach dem unsere gerade frische Hoffnung so schnell wieder begraben wurde, war Harald Greising nun verständlicherweise nicht mehr mit dem besten Nervenkostüm ausgestattet. Natürlich hatte er Satzbälle, natürlich verlor er einen weiteren zu 9, verloren ging das letzte Spiel des Abends aber fast zwangsläufig.
3-9
Fazit aus unserer Sicht: Am Samstag-Abend waren Satzbälle für uns so wertlos wie ein Mark-Stück im Euro-Land.
Glückwunsch an den TTC, denen man den Rückenwind angemerkt hat.
Das Spiel war sehr fair, herauszuheben eine Geste von Dominik, der Trotz klarem Regelverstoß von Thilo den Punkt nicht wollte und ihn Thilo "schenkte". Selbst beim Klatschen von "Nassen" (durch nicht regelkundiges Publikum) blieben die TTC'ler ruhig und verständnisvoll. Danke hierfür.
Wir schütteln uns nun einmal kräftig und erledigen unsere "Pflicht" :-)
Grüße an Alle
Sven
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Wer Rückhand spielt, will nur nicht Laufen.
Geändert von websven (11.04.2005 um 10:45 Uhr)
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