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Alt 15.04.2005, 23:07
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Keyser Soze Keyser Soze ist offline
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AW: Verrenken bis zur Schmerzgrenze: Bringt das was?

Zitat:
Zitat von chr.flader
Es gibt ja sogar noch welche, die sich beim TT Dehnen!!!
hallo chr.flader!

deine auszüge aus der "metastudie" scheinen auf den ersten blick zwar sinnvoll ...liest man aber etwas genauer - ohne das gehirn abzuschalten - fällt auf, dass du lediglich die negativen aspekte des dehnens dargestellt hast ...und ich frage mich ehrlich gesagt: WARUM

@ alle dehn-gegner: ...verliert ihr immer, wenn eure gegner sich dehnen, oder woher kommt diese neuerliche anti-dehnungs-euphorie

Zitat:
Zitat von chr.flader
Gerücht Nr. 1: "Stretching steigert die Leistung"
Die Studien geben hierfür keinen Hinweis. Im Gegenteil: "Direkt nach Dehnungen kommt es zur Abnahme der Leistungsfähigkeit. Der Leistungsabfall ist direkt nach statischen Dehnungen besonders stark ausgeprägt", so Freiwald. Um 2 bis 23,2 Prozent weniger Leistungsfähigkeit nach dem Dehnen war das Ergebnis der Studien. Auf keinen Fall sollte also bei kraftintensiven Sportarten vor einem Wettkampf gestretcht werden. Zur Vorbereitung eignen sich Dehnübungen nur bei Sportarten, bei denen bestimmte Gelenke sehr beweglich sein müssen, z. B. beim Hochsprung. Aufwärmen, etwa Laufen im Stand, ist in jedem Fall die beste Methode, sich auf eine Trainigseinheit vorzubereiten.
mr.freiwald schreibt hier, dass bei kraftintensiven sportarten nicht unbedingt kurz vorher gedehnt werden sollte! ...es steht ja aber wohl außer frage, dass TT zu den sportarten gehört, die der fett-gedruckte satz des zitates anspricht!

...außerdem bringt das dehnen nicht direkt eine leistungssteigerung (also mehr kraft oder so), sondern eher indirekt, denn der muskel war halt vorm sport schonmal an seiner (dehnungs)grenze, also gelangt er beim sport dann leichter dorthin ...klingt jetzt vielleicht komisch, aber so stand es sinngemäß mal in einigen studien ...und die waren auch wissenschaftlicher natur und nicht in der bild-zeitung (*)

ich dehne mich jedenfalls nicht, weil ich glaube, danach stärker und schneller zu sein


Zitat:
Zitat von chr.flader
Gerücht Nr. 2: "Stretching verhindert Verletzungen"
Stimmt auch nicht. Dehnungen können die Häufigkeit von Verletzungen nicht reduzieren. Manche Verletzungen sind sogar auf zu ausgiebiges Dehnen zurückzuführen, da bei einer Überdehnung die Gefahr umzuknicken steigt. Freiwald betont auch, dass Verletzungen hauptsächlich zwei Ursachen haben: Überbelastung und abnehmende Koordinationsfähigkeit infolge Ermüdung. Beide sind durch Stretching nicht beeinflussbar.
MANCHE??? ...toller beitrag ...und MANCH ANDERE werden vielleicht gerade durch dehnung verhindert?! ...ohne ein paar zahlen ist diese reklamation von "gerücht nr2" völlig wertlos -> z.b. wieviele veretzungen hat das dehnen verhindert, wieviele verursacht? -> aber an solchen zahlen kommt man wahrscheinlich nur mit einem test, und der wäre ja unmenschlich!


Zitat:
Zitat von chr.flader
Gerücht Nr. 3: "Stretching verhindert Muskelkater"
Stretchen soll Muskelkater vorbeugen können, so die landläufige Meinung. Tatsächlich stellte sich heraus, dass Dehnübungen den Muskelkater verschlimmern können. Da der Schmerz von vielen kleinen Muskelrissen herrührt, bringt es - so Freiwald - nichts, diese Muskelpartien noch einmal auseinanderzuziehen: Der Schmerz wird nur noch stärker. Zudem schränkt Stretching die Durchblutung der Muskulatur ein, was die Regeneration verzögert. Freiwald empfiehlt stattdessen, locker auszulaufen: So wird die Muskulatur besser durchblutet und kann sich rascher erholen.
auch hier zeigt dein beitrag wieder nur die negativen aspekte ...und zwar die, die jeder weis, der sich "bewusst dehnt" ...nämlich, dass man einen bereits schmerzenden muskel nicht noch dehnen sollte! ...was völlig fehlt: die dehnung vor dem sport: und da kann sie auf jeden fall muskelkater verhindern, denn durch das dehnen wird der muskel, der später beansprucht werden soll, schonmal auf diese beanspruchung vorbereitet! ...häufigst muskelkater-ursache ist fehlende vorbereitung! ...also die volle belastung eines muskels, der vorher stundenlang ruhig war (z.b. intensives topspin-training direkt nach dem mittagsschlaf ...klar, dass da der latissimus zwickt!)


Zitat:
Zitat von chr.flader
Gerücht Nr. 4: "Beim Dehnen bloß nicht wippen"
Statisches Stretchen wurde wippenden Dehnübungen in den letzten 20 Jahren vorgezogen. Ohne Grund, wie sich jetzt herausstellte: Dass dynamisches Dehnen schädlich ist, konnte in den von Freiwald untersuchten Studien nicht bestätigt werden. Nach dem Sport betrieben, wirkte sich das statische Stretchen sogar schlechter aus als das wippende Dehnen. Am geeignetsten war aber das lockere Auslaufen.

dynamisches dehnen nicht schädlich? ...kann sein, kommt auf die dynamik an! ...fakt bleibt allerdings, dass beim dynamischen dehnen die gefahr besteht, dass man es übertreibt und dabei - gerade durch das wippen - kleine muskelrisse hervorruft ...das passiert beim statischen dehnen nicht so schnell, denn alles geht langsam von statten - und wenn es weh tut, hört man schon auf (auch hier ist vernunft vorausgesetzt ...wenn ich meinen muskel unbedingt "zerdehnen" will, dann würde ich das sicher auch hinbekommen)

somit ist auch der letzte satz von dir sehr logisch, denn nach dem sport hat der muskel ja in der regel alles gezeigt, was er kann ...und da ist die gefahr, mit etwas wippen was kaputt zumachen, eben nicht mehr da (da die wippbewegung dann eher weniger belastet, als der sport zuvor

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(*)
...tja, auch mediziner haben unterschiedliche meinungen ...inwiefern die großteilige meinung der letzten jahre (20, wie chr.flader sagt) nun über den haufen zu werfen ist, weil dieses jahr mal jemand andere gedanken hat, bleibt zweifelhaft?!

Geändert von Keyser Soze (16.04.2005 um 01:04 Uhr)
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