AW: Verrenken bis zur Schmerzgrenze: Bringt das was?
Ich kann es nur immer wieder betonen. Erst wenn der Muskel seine "Betriebstemperatur" erreicht hat, ist ein Dehnen vor einer sportlichen Aktivität, sinnvoll. Dieses Dehnen hat den, von Kollege Keyser Soze, angesprochenen Effekt, das der Muskel "daran gewöhnt" wird, sich seiner Belastungsgrenze "leichter zu nähern". Denn das Zusammenspiel eines gut gedehnten Muskels mit seinem Gegenspieler (Agonist - Antagonist) innerhalb eines Bewegungsablaufes ist ökonomischer, weil der Gegenspieler (Antagonist) aufgrund der höheren Elastizität des Agonisten, weniger Kraft aufbringen muss. Die intermuskuläre Koordination wird verbessert und Verletzungen kann entgegen gewirkt werden.
Das Dehnen nach dem Sport hat schon einen gewissen "Hilfseffekt" für die Regeneration eines Muskels. Dafür muss man wissen wie ein Muskel arbeitet.
Als Muskel gilt das fleischige Gewebe des menschlichen Körpers, das die Bewegung einzelner Körperteile und die Fortbewegung ermöglicht. Der Muskelaufbau besteht aus Muskelbündeln, die von einer Hülle aus Bindegewebe umgeben sind. Bauelemente eines Muskels sind einkernige, spindelförmige Muskelzellen (0,02-0,8 mm lang) und mehrkernige, mehrere cm lange Muskelfasern. Beide Varianten enthalten im Plasma kontraktile Muskelfibrillen (Myofibrillen). Während "rotes" Muskelfleisch fibrillenarm ist und seine Farbe vom Sauerstoff bindenden Myoglobin erhält ist "weißes" Muskelfleisch besonders fibrillenreich. Entsprechend der Feinstruktur der Muskelfibrillen unterscheidet man zwischen glatten und quer gestreiften Muskeln. Der Herzmuskel nimmt eine Zwischenstellung ein. Glatte Muskeln kontrahieren sich langsam, können die Kontraktion ohne großen Energieverbrauch aufrechterhalten. Quer gestreifte Muskeln kontrahieren sich schnell und erschlaffen auch schnell wieder.
Jede Muskelfibrille besteht aus zwei Filamentarten und sich im quer gestreiften Muskel als bandförmig wiederholende Gitterstrukturen abwechseln. Diese werden aus dicken Myosin- und dünnen Actinfilamente gebildet und bestehen aus mehreren hundert Molekülen der Muskeleiweiße Myosin bzw. Actin. Die Muskelskontraktion beruht darauf, dass die beiden Filamentgitter ineinander gleiten. Dabei wird die im Adenosintriphosphat (ATP) gespeicherte chemische Energie in mechanische Arbeit (Muskelarbeit) umgewandelt. Die Kontraktion wird durch einen Nervenimpuls ausgelöst, der einen bis dahin wirkenden Hemmstoff zeitweise inaktiviert, so dass ATP zerfällt und Energie für die Kontraktionsarbeit abgibt.
Ein gut gedehnter Muskel regeneriert sich im allgemeinen schneller. Der Elastizitätszuwachs beruht auf dem Phänomen, dass ein Muskel nach erfolgter Dehnung einen "Dehnungsrückstand" für einige Zeit zurückbehält. Dabei ist sowohl die Dehnungszeit, als auch die "Endposition" des Muskels bei der Dehnung von entscheidender Bedeutung. Den erwünschten Dehnungsrückstand erhält man erst, wenn die Dehnung bis kurz vor die Schmerzgrenze ausgeführt wird. Außerdem ist der Dehnungsrückstand umso größer, je länger die Dehnungszeit auf den Muskel einwirkt. Optimal sind 25 - 30 Sekunden, die der zur dehnende Muskel in der "Endposition" statisch gehalten bzw. fixiert werden sollte. Deshalb wird diese Technik auch "statisches Dehnen" genannt. Während des Dehnens sollte manruhig und gleichmäßig weiteratmen und niemals den Atem anhalten. Es ist sinnvoll, eine bequeme Position einzunehmen. Die Wirkung des Dehnens ist größer, wenn man sich insgesamt entspannt verhält
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1.
Holz:
Re-Impact Sonderanfertigung
(Balsa ; VH:Angriff & RH:Abwehr)
Beläge:
VH: Donic Vario / 1,8mm / rot
RH: Dr. Neubauer Scalpel / schwarz
2.
Holz:
Re-Impact Sonderanfertigung
(Balsa ; VH:Angriff & RH:Abwehr)
Beläge:
VH: Andro Revolution Core / max / schwarz
RH: Dr. Neubauer Scalpel / rot
Geändert von Ape the Buddha (16.04.2005 um 13:22 Uhr)
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