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Alt 17.04.2005, 03:03
Marc(o) Marc(o) ist offline
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AW: Wechsel(gerüchte) 1.Bundesliga zum 31.5.2005

Ich halte dies für ein sehr ernstes Problem, über welches ich mir heute Abend viele Gedanken gemacht habe und mich auch deshalb umfangreich dazu äußern will.

Zitat:
Zitat von Umpire
Dazu fällt auf, dass ISMM in Erlenmoos ist, der Beitrag von Josef, der auf Probleme in Ochsenhausen hindeutet kommt ebenfalls aus Erlenmoos.

Das könnte auf Insiderkenntnisse hindeuten.
Zitat:
Zitat von Galatin
Bei der ISMM waren mit Rainer Ihle und Peter Härle ja auch 2 Ochsenhausener Macher tätig.

Wenn ich aber in diesem Thread sehe, daß die wohl umworbenen Baum und Ovtcharov nicht zu den TTFO kommen, Amizic geht und Crisan noch nicht verlängert haben soll, könnte das schon ein Hinweis auf Schwierigkeiten dort sein. Aber wie gesagt, alles rein spekulativ im Augenblick bis man von offizieller Stelle was hört.
Laut der Meldung des Biberacher Wochenblatt vom 7.April 2005, sitzt E.König, Gründer und Vorsitzender des Aufsichtsrats der ISMM Sportmanagement GmbH mit Sitz in Erlenmoos ("eine schillernde Persönlichkeit in der Welt des Fußballs") in Untersuchungshaft. Es geht um Unterschlagung, Betrug und Veruntreuung in 107 Fällen in Höhe von 3,7 Millionen Euro.

Ob und in wie weit die ISMM auch Sponsor in Ochsenhausen war, kann ich nicht beurteilen, Erlenmoos (Sitz der ISMM) und Ochsenhausen sind Nachbarstädte im Kreis Biberach und TTF-Macher R.Ihle war wohl ein Teil der ISMM und laut Galatin war wohl auch noch mit dem mir nicht bekannten P.Härle ein weiterer Macher der TTF Liebherr Ochsenhausen bei der ISMM tätig.

Genauso wenig kann ich beurteilen, ob und in wie weit die Verhaftung des ISMM-Gründers und Aufsichtsratsvorsitzenden E.König Auswirkungen auf die Situation bei den TTF Liebherr Ochsenhausen und das Tagesgeschäft der ISMM selber hat, aber der TTF-Macher R.Ihle hat auf jeden Fall ein Problem, denn heute habe ich aus einer absolut zuverlässigen und seriösen Quelle erfahren, daß die ISMM Insolvenz angemeldet hat!
Ich habe diese Information zwar vertraulich bekommen, aber vertraulich heißt für mich in diesem Fall nicht, daß ich das nicht schreiben darf, denn eine Insolvenz-Anmeldung ist ja nichts geheimes, sondern so etwas muß ja sogar in der Tageszeitung und in den IHK-News veröffentlicht werden, kann also von jedem öffentlich nachgelesen werden.

Aber eines sollte man bedenken, egal ob die Insolvenz der ISMM und die Verhaftung des ISMM-Chefs Auswirkungen auf die TTF Liebherr Ochsenhausen hat, wenn Ochsenhausen tatsächlich auf einem Schuldenberg von 500- bis 600-Tausend Euro sitzen sollte, dann kann meiner Meinung nach dies auf keinen Fall nur durch die Probleme bei ISMM kommen, sondern so ein Schuldenberg muß über einen längeren Zeitraum angewachsen sein, denn 500- bis 600-Tausend Euro ist sicherlich deutlich mehr als ein kompletter Jahresetat eines überdurchschnittlichen Tischtennis-Bundesligisten.

Ich denke auch, daß dies eine Größenordnung ist, die für einen TT-Bundesligisten eine Dimension bedeutet, die kaum noch zu bewältigen ist. In der Relation gesehen sind das Dortmunder Verhältnisse (Fußball)! Wenn man Parallelen zieht, fragt sich nur, ob den TTF Ochsenhausen auch eine Sporthalle gehört, damit man wie bei Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund deren Stadion, hier die Sporthalle und Grundbesitz veräußern kann, um bei der Entschuldung spürbar etwas bewegen zu können.

Wenn die Sporthalle und das Grundstück nicht den TTF Liebherr Ochsenhausen gehört, sondern der Stadt, na dann gute Nacht! Denn ich kann mir kaum vorstellen, daß der Hauptsponsor Liebherr kurz mal einen Rettungsring zuwirft in Form von einem schätzungsweise drei- bis viermal so hohen Betrag, wie die jährliche Sponsoringleistung.

Denn wie soll man denn sonst von so einem Schuldenberg in einem für Banken akzeptablen Zeitraum runter kommen? Ein Tischtennis-Bundesligist ist doch für eine Bank mit Sicherheit als Risiko-Branche eingeordnet, da schauen die sicherlich keine 5 Jahre zu, denn was in 4-5 Jahren ist, ist doch für kaum einen TT-Bundesligisten absehbar, in so einem schnelllebigen Bereich passiert viel und ich denke daß eine Bank hier im Hinblick auf einen sicherlich nötigen Entschuldungsplan maximal 3 Jahre ein Auge zudrücken wird.

Ich weiß nicht, ob sich jeder überhaupt die Dimension dieser im Raum stehenden Zahlen vorstellen kann. 500- bis 600-Tausend Euro, mit dieser Summe wäre für manche Bundesligisten die Erstligasaison im Jahr 2006 und 2007 gesichert und sollte sich dieser Schuldenberg tatsächlich bestätigen, dann ist das nicht einfach mit purem Abspecken der Mannschaft geschehen. Denn selbst wenn man einen teuer bezahlten Spitzenspieler auf Position 1 ersatzlos streicht oder durch einen äusserst günstigen Nachwuchsspieler auf Position 4 ersetzt, dann spart man vielleicht 60- bis 80-Tausend Euro pro Jahr. Wenn dann wirklich alle Sponsoren weiter mitziehen würden, dann könnte man zwar mit diesen 60- bis 80-Tausend Euro jährlich den Schuldenberg abbauen, der aber parallel durch Zinsen immer mehr anwächst, so daß dieses Abspecken der Mannschaft einfach nicht ausreichen würde.

Schwierig. Das waren zu später Stunde meine Gedanken. Auch wenn es nichts hilft, wenn ich mir hier Gedanken über die Situation mache, wollte ich das einfach loswerden. Die werden schon die richtigen Spezialisten beauftragen und da ich keiner dieser Sachverständigen bin und auch kein Insolvenzverwalter bin, gehe ich jetzt schlafen.
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