|
Schwierige Situation bei den SR ?
Mit Interesse habe ich den Bericht von Edwin gelesen und möchte
mich gern auch dazu melden.
Vom Grundsatz her bin ich mit den anwesenden Schiedsrichtern unserer 1. Ligabegegnungen als Mann mit einer "Vereinsbrille" absolut und im Schnitt zufrieden. Trotz alledem gibt es an den Tischen zwischen Spielern und Zähl-SR häufiger Probleme als es meines Erachtens nach sein muss und ich denke, dass das Amt eines Schiedsrichters genauso einer Nervenbelastung unterliegt, wie manch ein Spieler.
Diese ist bei jedem Einzelnen sicher auch extrem unterschiedlich.
Von daher sollte man auch auf Sicht keine Allgemeinausbildung für Schiedsrichter nach dem vorhanden System weiterbetreiben, sondern vielmehr den Weg gehen, die Ausbildung nach festen Aufgabengebieten vorzunehmen.
Wenn ein Kreis-SR viele Bundesliga-Ballpunkte am Tisch zu entscheiden hat, sollte er sich sicher sein können, dass seine Entscheidung richtig ist, denn selten sitzt ein ITTF-OSR an der Zähltafel.
Dies hat für mich rein gedanklich zur Folge, dass die Kreis-Schiedsrichter auf gar keinen Fall aus ihrer Lehre zu früh entlassen werden dürfen, sondern eigentlich ganz besonders intensiv im Umgang mit aufgebrachten Sportlern und der Zählweise geschult sein müssen, also zusätzlich mehr praxisgerechte Schulung am Zähltisch erfahren, während der OSr mehr und tiefer der Professor des Tischtennisregelwerkes sein darf. Ganz nach dem Motto, wenn alle nicht mehr weiter wissen entscheidet ein OSR eine Begegnung, was nichts damit zu tun haben soll das Tatsachenentscheidungen über die menschliche und naturgemäße Optik Priorität der Zähl-SR behält.
Persönlich glaube ich schon, das bei sehr vielen Tisch-Schiedsrichtern an der Qualifikation nachgebessert werden kann,
um diese noch sicherer werden zu lassen in ihren Momentan-entscheidungen, die ihnen kein OSR der Welt abnehmen kann, weil sie aus Sicht des betroffenen Schiedsrichters Tatsachen sind
und ich lehen mich mal aus dem Fenster. Es gibt keinen Tischschiedsrichter im höherklassigen Spielablauf der mit Absicht daneben zählt um einem Spiel einen bestimmten Verlauf zu erzwingen.
Auch glaube ich daran dass eigentlich vielmehr TT-Sportler ein Schiri-Amt bekleiden würden, wenn nicht das gesamte Regelwerk eben sehr tief und kompliziert gelernt werden muss, sondern fachspezifisch, meinetwegen nach einem Stufenplan, so in etwa wie heute bin ich Tischschiedsrichter für alle Klassen, gelehrt würde, so in etwa wie morgen Turnierschiedrichter bis Klasse X und übermorgen bis Klasse XY, immer mit dem Hintergrund, das gerade am Tisch die allerwichtigsten Entscheidungen getroffen werden und kein OSR kann diese ändern, wenn ein Punkt aus Sicht vieler anderer fälschlicher Weise vergeben wurde.
Denn derzeit entscheiden doch sehr häufig Schiedsrichter am Tisch eine Menge Ballpunkte in Begegnungen auf höchstem Nivau, wie zuletzt im Spiel Betzingen gegen den TTFC, frei nach der Unsicherheitsregel Nr. 1, es tut mir leid hat sie der hereingeflogene Ball gerade gestört oder beim Stande von 7 : 5 im fünften Satz ( Miki Georgescu gegen Meike Rohr) wird wieder zurückgeklappt auf 5 : 5 weil der Schiri und auch die Spieler die neue Wechselregel nicht schnallte und wahrscheinlich eine alte Hausregel auch nicht wusste, so wie eben - gespielte Bälle sind gespielt und zählen -
Euer HJJ
|