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Alt 20.04.2005, 06:52
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AW: Württembergische MM 2005, U15

Zitat:
Zitat von Knallerbse
Jungen u15
Ludwigsburg: TSV Untermberg
Rems: TTC Hegnach
Bietigheimer Zeitung vom 19.4.2005:

TISCHTENNIS / UNTERMBERGS SCHÜLERMANNSCHAFT QUALIFIZIERT SICH FÜR WÜRTTEMBERGISCHE MANNSCHAFTSMEISTERSCHAFT

Dierolf und Friedrich verblüffen alle

Bei 6:1 gegen Erdmannhausen als nominell schwächeres Doppel an 1 geglänzt und in Einzeln erfolgreich

Bei dem diesjährigen Qualifikationsturnier zur württembergischen Mannschaftsmeisterschaft der Jungen U 15 in Hemmingen konnte sich die Untermberger Schülermannschaft mit einem deutlichen 6:1-Sieg gegen den TTV Erdmannhausen die Teilnahme an den württembergischen Mannschaftsmeisterschaften am 30. April/1. Mai in Schönmünzach (Schwarzwald) sichern. Soweit die nackten Fakten. Das sich dahinter eine mittelgroße Sensation befindet, ahnen wohl nur Insider.

An dem Turnier nahmen die 8 besten Schülermannschaften des Bezirkes Ludwigsburg teil. Der TSV Untermberg traf im Viertelfinale auf den TV Lienzingen. Nach holprigem Beginn gab es einen 6:1-Sieg, wobei vor allem Edonis Zeqiraj an Position 1 mit 2 Einzelsiegen zu gefallen wusste. Im Halbfinale traf das TSV-Nachwuchsteam auf die Vertretung des TSV Heimsheim. Mit neuformierten Doppeln ging man schnell mit 2:0 in Führung. Aufbauend auf diese Führung spielte das ganze Team aus einem Guß und konnte nach knapp 45 Minuten den 6:0 Sieg feiern.

Im Finale wartete nun der Top-Favorit aus Erdmannhausen, der gleich mit 3 Jungen U 18-Verbandsklassenspielern antrat. Das junge Untermberger Team, dass bis auf Edonis Zeqiraj, noch mindestens 2 Jahre im Schülerbereich spielen darf, rechnete sich aber dennoch Aussenseiterchancen aus.

Doch die erste Überraschung folgte schon in den Doppeln. Durch eine taktische Umstellung wollte man im Untermberger Lager mit einer 1:1 Punkteteilung aus den Doppeln hervorgehen. So stellte man das nominell schlechtere Doppel, Mario Dierolf und Kai Friedrich, auf Doppel 1, um im Doppel 2 mit Edonis Zeqiraj und Flamur Zeqiraj sicher zu punkten. Während die Brüder Zeqiraj ihre Aufgabe mit einem souveränen 3:0 gegen Sascha Weber und Gregor Siegle meisterten, spielten sich die beiden Jüngsten im Team der Untermberger in einen wahren Rausch. Gegen das eingespielte Verbandsklassen-Doppel Eduard Kelberer und Markus Bechtle kamen Mario Dierolf und Kai Friedrich zu einem nie für möglich gehaltenen 3:2-Sieg.

Anschließend kam es im vorderen Paarkreuz zu einer gerechten Punkteteilung. Während Edonis Zeqiraj seinen Dauerrivalen Eduard Kelberer mit 3:2 besiegen konnte, musste sich Flamur Zeqiraj seinem Gegner Sascha Weber mit 2:3 geschlagen geben.

Nun war es wieder an den beiden Jüngsten, die Führung zu verteidigen. Während Mario Dierolf als leichter Favorit gegen Gregor Siegle ins Rennen ging, war für Kai Friedrich gegen den 4 Jahre älteren Markus Bechtle eigentlich nichts zu holen. Doch wie bereits im Doppel zeigten beide Youngsters eine unglaubliche Vorstellung. Dierolf beherrschte seinen Gegenüber nach Belieben und fegte ihn mit 3:0 von der Platte. Friedrich erwischte gleichzeitig einen Traumstart. Nach gewonnen ersten Satz konnte er auch den zweiten Satz nach kurzzeitigem Rückstand gewinnen. Die Vorentscheidung lag in der Luft. Doch Bechtle begann den 3. Satz furious. Schnell hieß es 5:1 für den Erdmannhausener. Doch Friedrich gab nicht auf. Angefeuert von den mitgereisten Untermberger Fans spielte er fehlerfrei. Beim Stand von 10:7 hatte er den ersten Matchball, den er auch gleich mit einer krachenden Vorhand nutzte. Der Jubel im Untermberger Lager war groß, denn die Vorentscheidung war gefallen.

Den Schlusspunkt setzte schließlich Edonis Zeqiraj im Duell mit Sascha Weber. In einem guten Spiel rang er seinen Gegenüber in 5 Sätzen nieder und sorgte für den Untermberger 6:1-Kantersieg.

„Damit hab' ich niemals gerechnet“, so ein sichtlich begeisterter Betreuer Juri Bartel. „Das wir bei einem guten Spielverlauf vielleicht mit 6:4 gewinnen können, ok, aber niemals 6:1. Eine wirklich unglaubliche Leistung der Jungs. Jetzt bin ich mal gespannt, wen wir alles bei der Württembergischen ärgern können“, meinte Bartel weiter.
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