@Man in Black
Was ist denn der Hauptzweck der Noppe? Unterschnittabwehr? Block-Konterspiel? Störspiel am Tisch?
Zum 8373er gemäss meinen bescheidenen Erfahrungen:
Unterschnitt: Auf spinarme Bälle ist es schwer, den Schnitt zu verstärken. Spinreiche, eher schnellere TS können mit sehr viel Unterschnitt zurückgespielt werden.
Schnittumkehr: Für eine griffige Noppe recht viel, d.h. sie ist diesbezüglich weiter vom NI-Belag entfernt als z.B. der Feint Long II, aber natürlich noch lange keine glatte LN. Sogenannte Druckschupfbälle gelingen recht gut, auf Schupfbälle des Gegners haben sie aber (mit etwas Schwamm) meist keine Vorwärtsrotation sondern sind mehr oder weniger schnittlos.
Topspin: Würde ich mehr oder weniger vergessen, da die Noppe eher zu den "weniger griffigen Griffigen" gehört.
Block/Konter: Mit je mehr Schwamm desto einfacher, da die Noppe recht flott ist. Wenn Block und Konter die Hauptschläge sind, würde ich die 1.5 mm Variante wählen, wenn Abwehr wichtiger ist, eher z.B. die 0.6 mm Variante, und dies auf einem Abwehrholz. Das Boll Forte ist wohl für die Abwehr mit dieser Noppe ungeeignet, ausser Du willst vier Meter hinter die Platte rennen. Die Konterbälle sind nicht ganz einfach, aber können, v.a. wenn schnell gespielt, sehr unangenehm für den Gegner sein. Das Tempo der Blockbälle hängt selbstverständlich auch von Deinen spielerischen Fähigkeiten ab, es sind aber stoppblockartige Bälle auf jeden Fall auch spielbar.
Störeffekt: Es lassen sich beim Kontern, Blocken, Schupfen und in der Abwehr mit geringfügigen Aenderungen des Bewegungsablaufes etwas unterschiedliche Bälle bezüglich Schnitt/Tempo/Länge produzieren. Wenn sehr aggressive Bälle des Gegners retourniert werden als Block oder Abwehrball resultieren teils unterschiedliche, nicht immer vorhersehbare Effekte, was zu hellen Begeisterungsstürmen auf der anderen Plattenhälfte führt .
Weiters ist zu sagen, dass mir die Noppe relativ schnittunempfindlich scheint im Vergleich mit anderen griffigen LN, dafür ist sie aber sehr Tempoempfindlich, d.h. geringfügige Temposteigerungen des Gegners müssen sorgfältig in den Schlag einkalkuliert werden, da der Ball sonst in eine erdnahe Umlaufbahn zu entschwinden droht. Zum Trost hält das Material die Möglichkeit bereit, auch aus dem Tempo des Gegners anständig Unterschnitt fabrizieren zu können.
Ein weiteres Problem könnte sein, dass bei jedem zweiten Training schon die ersten Noppen ausbrechen, v.a. bei häufigem Einsatz als Konterbelag. Vielleicht ist ja die 1.5 mm Variante diesbezüglich gutmütiger als meine ehemaligen 0.6 und 1.0 mm-Teile.
MfG
Taugenichts