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AW: Verbandsliga 2005/06
"Haben gute Chancen auf den Klassenerhalt"
TTC Mühlhausen bestreitet am Samstag letztes und entscheidendes Spiel in der Tischtennis-Oberliga
Der TTC Mühlhausen bestreitet am Wochenende in der Tischtennis-Oberliga sein letztes Saisonspiel. Die Hegauer sind momentan noch Tabellenletzter, der Klassenerhalt ist aber theoretisch noch machbar. Der SÜDKURIER sprach mit Martin Mehne vom TTC Mühlhausen über die Chancen im Abstiegskampf und die personelle Entwicklung beim Spitzenclub des Bezirks.
Martin Mehne, am Samstag, 18 Uhr, bestreitet der TTC Mühlhausen als Tabellenschlusslicht das letzte Saisonspiel in der Oberliga beim ASV Grünwettersbach. Theoretisch ist der Klassenerhalt noch machbar...
Ja, ich bin mir auch sicher, dass wir eine sehr gute Chance haben. Entscheidend ist, ob Steinheim in der Regionalliga am Wochenende noch einen Punkt holt und damit den Abstieg vermeidet. Dann gibt es in unserer Oberliga nur einen Absteiger. Wenn wir selbst in Grünwettersbach einen Punkt holen, sind wir nur noch Vorletzter und hätten somit den Klassenerhalt geschafft.
Das Hinspiel gegen Grünwettersbach endete 8:8 und war eines von vielen Spielen, bei denen der TTC Mühlhausen knapp an einem Sieg vorbeischrammte.
Wir hatten einfach auch viel Pech in dieser Saison. Vier, fünf Spiele haben wir 7:9 verloren, zwei Spiele endeten mit einem Unentschieden. Gehen nur zwei dieser Partien positiv für uns aus, wäre der Klassenerhalt schon lange kein Thema mehr.
Dennoch, dem TTC Mühlhausen wurde als Aufsteiger in dieser Saison die Grenzen aufgezeigt.
Man hat einfach gesehen, dass wir vor allem auf den beiden Spitzenpositionen im Vergleich zur Konkurrenz schwächer besetzt waren. Bei allen anderen Teams spielen da Profis, da konnten wir nicht mithalten. Mit einem überragenden Spitzenspieler wären einige Spiele wohl anders gelaufen.
Wie haben sich die vielen Niederlagen auf die Stimmung im Team ausgewirkt?
Wir haben nie die Hoffnung auf den Klassenerhalt aufgegeben. Die Stimmung war immer gut, wäre bei Siegen aber natürlich besser gewesen.
Unabhängig vom Klassenerhalt, dem TTC Mühlhausen steht ein Umrbuch bevor. Sie selbst und Andreas Lerner wollen nach der Saison den Club verlassen. Was sind die Gründe für diesen Wechsel?
Andreas und ich wollen uns einer neuen Herausforderung stellen und werden nächstes Jahr für den TTC Singen in der Verbandsliga spielen. Damit keine falschen Spekulationen aufkommen: Es gab keinen Ärger oder gar Streit beim TTC Mühlhausen. Unser Wechsel hat rein sportliche Gründe.
Verbandsliga statt Oberliga. Das ist doch ein Rückschritt?
Von der Spielklasse her gesehen, ist das richtig. Aber in Singen tut sich einiges. Das ist eine junge Mannschaft, die neben Andreas und mir noch mit einem weiteren Neuzugang aus der Regionalliga verstärkt wird und auch langfristig große Ziele hat. Als ich vor fünf Jahren zum TTC Mühlhausen kam, spielte der ja auch nur in der Verbandsliga. Vielleicht gelingt in Singen eine ähnliche Entwicklung wie in Mühlhausen.
Zwei Stammspieler sind im Tischtennis schwer zu ersetzen. Bedeutet der Wechsel von Mehne/Lerner nicht auch das Ende der Mühlhauser Oberliga-Zeit, selbst wenn der Klassenerhalt sportlich gelingen sollte?
Nein, das glaube ich nicht. Der Verein führt Gespräche mit mehreren Spielern, die die Lücke schließen sollen. Und in der Mannschaft sind sich alle einig, dass ein freiwilliger Rückzug kein Thema ist.
Dann bestreiten Sie am Samstag also ihr letztes Spiel für den TTC Mühlhausen.
Da wird schon etwas Wehmut aufkommen, denn Andreas und ich hatten hier eine tolle Zeit. Jetzt wäre es mir natürlich wichtig, dass wir uns mit dem Klassenerhalt verabschieden.
Und dann werden Sie den Schläger erst einmal in der Sporttasche lassen?
Naja, zwei Wochen Pause werde ich mir gönnen, bevor schon wieder die Vorbereitung auf die neue Saison mit dem TTC Singen beginnt. Aber zuvor stehen noch einige Turniere an, wie etwa die Südbadische Rangliste.
Die Fragen stellte
Dirk Salzmann
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