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AW: Keine Lizenz für SV Plüderhausen
Aus dem Weser-Kurier von heute:
Bremer Tischtennisspieler doch bald erstklassig?
Werder überrollt Oberalster 9:0 und kann sich wieder Hoffnungen auf den Aufstieg machen
BREMEN (DYX). Mit einem 9:0-Kantersieg gegen Oberalster VfW hat das Tischtennisteam von Werder Bremen gestern die Saison in der 2. Bundesliga Nord abgeschlossen.
Werders Überlegenheit spiegelte sich bereits in den Doppeln wider. So lag die Truppe von Sascha Greber nach 20 Minuten bereits mit 3:0 in Führung. Keine der grün-weißen Paarungen leistete sich einen Satzverlust. Die Punkte in den Einzeln fielen danach wie vom Fließband, einzig Hong Yang machte es gegen Alexander Oltmann spannend und fuhr seinen Sieg erst im Entscheidungssatz ein.
Ein erfolgreiches Zweitliga-Debüt feierte schließlich Timo Spiewack. Der 16-Jährige, der seit zwei Jahren in der Oberliga für Werder um Punkte kämpft, hatte trotz spürbarer Nervosität seinen Gegner Göran Pech nach anfänglichen Unsicherheiten gut im Griff und steuerte mit seinem 3:1-Sieg den noch fehlenden neunten Punkt bei. Trainer Dirk Jenke war begeistert von der Vorstellung des Youngsters: "Dieser Sieg wird ihm für die Zukunft eine Menge Selbstvertrauen geben. Timo hat sich ganz klar für höhere Aufgaben empfohlen."
Zwei andere Themen beschäftigten Spieler und Fans jedoch ganz besonders. Erstens: der Abschied von Lennart Wehking und Daniel Fynsk. Während der Däne ein Engagement in der ersten schwedischen Liga in Aussicht hat, wechselt Werder-Eigengewächs Wehking zum TSV Hagenburg. Werder-Trainer Dirk Jenke hob in seiner Abschiedsrede die herausragenden Leistungen seines Schützlings hervor. "Nächstes Jahr sehen wir uns vielleicht in der 1. Liga wieder."
Womit Thema Nummer zwei bereits benannt ist: Spielt Werder Bremen im nächsten Jahr in Deutschlands Tischtennis-Oberhaus? Wie jetzt bekannt wurde, hat der Ligaausschuss des Deutschen Tischtennisbundes (DTTB) dem Erstligaklub SV Plüderhausen die Lizenz verweigert, da der Verein eine Ausschlussfrist zur Einreichung der Lizenzunterlagen nicht eingehalten hat. Bis zu einer endgültigen Entscheidung könnte es aber noch ein langer Weg sein.
Gerrit Albrecht, der Manager des Noch-Bundesligisten, hat nun die Möglichkeit, innerhalb von einer Woche Beschwerde gegen die Entscheidung einzulegen. Theoretisch ist danach sogar eine Klage beim ständigen Schiedsgericht denkbar. Werder hofft jedoch darauf, dass Plüderhausen die Entscheidung des DTTB schnell akzeptiert, um möglichst bald Planungssicherheit zu haben. "Bis dahin", so Werder-Teamchef Sascha Greber, "sind uns die Hände gebunden."
Die Ergebnisse: Sörensen/Fynsk - Christophersen/Arp 11:2, 11:3, 11:8; Yang/Slevin - Hazinski/Oltmann 12:10, 11:5, 11:5; Sternal/Wehking - Weber/Pech 11:6, 11:5, 11:8; Yang - Oltmann 11:6, 9:11, 16:14, 8:11, 11:6; Sörensen - Hazinski 11:5, 11:9, 9:11, 11:5; Sternal - Weber 11:5, 11:7, 11:4; Fynsk - Christophersen 11:7, 11:8, 11:4; Wehking - Arp 11:5, 11:9, 11:7; Spiewack - Pech 9:11, 12:10, 11:7, 11:8.
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