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Alt 29.04.2005, 12:57
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AW: Wer wird Tischtennisweltmeister 2005 in Shanghai?

Zitat:
Zitat von Kakerlake
In den Jahren zuvor war nur eitel Sonnenschein zu hören - unberechtigterweise in meinen Augen.
Naja, stimmt nicht ganz. Nach dem WM-Aus von Boll in Paris wurde auch die ganze Zeit gelästert. Da war die Enttäuschung von den "Fans" auch riesig, weil er die Zeit davor auf sehr hohem Niveau gespielt hat. Die meisten hatten wohl nach dem fetten Jahr 2002 gehofft, dass er von da an alles abräumt und überall Gold gewinnt.
Ansonsten waren die letzten Jahre positiv für Deutschland, so dass ich keinen Grund sehe, warum hätte Kritik aufkommen sollen. Boll hat sich in der Weltspitze etabliert, die Nachwuchsspieler waren sehr erfolgreich und die Mittelklassespieler haben sich kontinuierlich weiterentwickelt. Bei der letzten EM waren doch 3 Deutsche im Halbfinale, was es noch nie gegeben hat, und das unter dem Cheftrainer Schimmelpfennig.

Zitat:
Zitat von Kakerlake
Frühzeitiges Aus für Boll gegen einen unbekannten Chinesen bei der letzten WM
Qiu Yike unbekannt? Wenn ich mich nicht täusche, war er damals unter den Top20 der Weltrangliste. Aber "Unbekannt" muss auch nicht gleichzeitig "schlecht" heißen, vor allem bei den Chinesen. Ein Chen Qi oder ein Hao Shuai ist auch aus heiterem Himmel aufgetaucht

Zitat:
Zitat von Kakerlake
keine Olympia-Medaille, frühes Aus bei der diesjährigen EM für Boll
Also die Leistung von Boll zu kritisieren halte ich nicht für angebracht. Obwohl er keine Olympia-Medaille gewonnen hat und sowohl bei der EM, als auch bei der WM frühzeitig ausgeschieden ist, steht er immer noch auf Platz 5 der Weltrangliste und der Abstand zur Spitze ist nicht sehr groß. Das muss ja bedeuten, dass er bei anderen Turnieren sehr gut gespielt haben muss. Im Klartext: Er hat letztes Jahr 3 (!) ProTour-Turniere gewonnen. Es gibt außer ihm keinen deutschen Spieler (auch nicht Roßkopf), der überhaupt jemals in einem ProTour-Finale im Einzel gestanden war, seitdem die Turnierserie 1996 eingeführt wurde...
Und vergessen wir nicht, was er bei der Mannschafts-WM 2004 geleistet hat. Außer den Chinesen hat er dort jeden Gegner geschlagen (darunter auch Smirnov, die Südkoreaner und die Taiwanesen).
Ein wenig Respekt wäre deshalb vielleicht nicht fehl am Platz.

Zitat:
Zitat von Kakerlake
mit vorzeitiger ungehöriger Abreise vor der Siegerehrung (Läßt seinen Doppelpartner bei der Siegerehrung im Stich, klasse Teamspirit bei Boll !)
Ja, das war ein Fehler, keine Frage, da sind sich inzwischen denke ich alle einig. Aber ich finde es interessant, dass zur Zeit nur über die Fehler gesprochen wird und nicht über die Taten. Letztes Jahr war doch ein echt gutes Jahr für ihn und den DTTB, aber darüber sprechen nur noch wenige. Und tut mir Leid- wenn Du von einer Enttäuschung sprichst, was das Viertelfinal-Ausscheiden bei Olympia betrifft, kann ich dir mitnichten zustimmen. Ich sehe es als Erfolg an, so weit zu kommen.
Ich halte es nicht für selbstverständlich, dass man Spieler mit so viel Potential im Lande hat, wie Timo. Das ist in China oder Südkorea vielleicht selbstverständlich, aber nicht in Europa. Hier sind doch nur eine Hand voll Weltklassespieler und ein Land, welches einen solchen Spieler beherbergt, sollte sich daher glücklich schätzen und nicht Trübsal blasen, wenn dieser mal im Achtelfinale bei einer EM ausscheidet.

Was ich aber wirklich für Schwachsinn halte, ist die Geschichte mit der Angst- dass Timo inzwischen vor fast jedem Gegner Angst kriegt. Da lache ich mich echt schief. Er hat gegen jeden guten Europäer und gegen jeden Spieler aus dem Top10 der Weltrangliste außer Chen Qi schon mindestens einmal gewonnen. Und jetzt immer von Panikattacken zu reden, wenn er sich mal nicht in Top-Form befindet oder mal verliert- das ist doch grausam.
Timo hat ja selbst erklärt, dass es sich bei Smirnov und Crisan nur um Angstgegner in Anführungsstrichen handelt und dass er sich keine Angst einreden lassen möchte. Er hat doch erklärt, dass Smirnov einfach mit seinem Spiel gut zurecht kommt, was ist daran schlimm, wenn er das offen zugibt.
Sowas gibt es doch bei jedem Spieler.

Gut, es mag sein, dass er vielleicht nach Niederlagen nicht immer die richtigen Worte wählt, aber ich denke nicht, dass es absichtliche Ausreden sind. Irgendwas muss er ja sagen, wenn er gefragt wird...
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