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Zitat von Bernd Beringer
Das passt schon in diesen Regionalliga Süd-Thread - aber natürlich auch woanders hin.
Die Regionalliga Süd setzt sich zwar aus Vereinen aus verschiedenen Landesverbänden zusammen. Sie ist aber - im Gegensatz zu den Regionalligen im Südwesten - eingleisig. Das bedeutet zwar zum Teil weite Fahrten - z.B. von Eilenburg nach Offenburg und umgekehrt -, gleichzeitig aber auch eine hohe Qualität, ein großes sportliches Niveau und nach bisheriger Erfahrung auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Aufsteiger aus der Regionalliga Süd meist besser ist als der Aufsteiger aus den Regionalligen Südwest.
Daraus schließe ich, dass eine "Verwässerung" der Ligen - auch der Oberligen - das sportliche Niveau in den Landesverbänden insgesamt nicht erhöhen würde. Wenn zum Beispiel Nordhalben in der Oberliga Sachsen spielen würde - da ist ja geographisch Thüringen noch dazwischen! - und Leibzig in der Oberliga Bayern, würde das gar nichts bringen außer weitere Fahrten.
Die Oberligen werden stärker mit stärkeren Mannschaften. An der Stärke der einzelnen Mannschaften sind die Landesverbände maßgeblich beteiligt (Stützpunkte, Förderung des Nachwuchses, Einsatz der Landestrainer). Man muss also die Landesverbände (=Oberligen) stärken, wenn man vor Ort, also möglichst dezentral, das sportliche Niveau anheben will.
In Sachsen gibt es einige der größten Talente Deutschlands. Ich als Landesverband würde die - nach Möglichkeit - nicht woanders hinziehen lassen, sondern alles dafür tun, dass in ihrem Schatten weitere Talente heranwachsen. Dies geschieht dort. Insofern sollte man Strukturen, die gerade im Wachsen sind, nicht ändern. Also auch nicht die Ligenzusammensetzung.
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1. Du schreibst, dass ein Grund für die Stärke der süddeutschen RL deren Eingleisigkeit ist - da stimme ich durchaus zu. Und daraus schließt du, dass das bei den Oberligen genau umgekehrt sein soll? Tut mir leid, aber das kann ich ganz und gar nicht nachvollziehen. Wie wäre es denn damit die Sachsen mit ein paar stärkeren Mannschaften zusammenzulegen, damit ein Aufsteiger von dort sich auch in der Regionalliga behaupten kann?
2. Warum Landesverbände=Oberligen sein sollen hat mir auch nicht klar. Das hängt doch wohl von der Größe der Landesverbände ab. In kleineren Verbänden (z.B. Rheinland, Thüringen, etc.) ist die höchste Verbandsspielklasse meist schon eingleisig. Eine Oberliga darüber, die den gleichen geographischen Bereich umfasst, ist ja wohl mehr als unsinnig. Bei größeren Verbänden ist die höchste Verbandsklasse ja wohl mehrgeteilt (z.B. bei Niedersachsen weiss ich es), da deckt sich dann die Oberliga oftmals geographisch mit dem ganzen Landesverband. Aber es ist nicht immer so.
3. Die geographischen Beispiele sind natürlich auch polemisch, wie der Hinweis auf die Absteiger aus der 2. BL weiter oben. Es gibt einige Beispiele, wo die Konstellation recht unsinnig erscheint. Das liegt im wesentlichen an seltsamer Verbandsgliederung nach der Wiedervereinigung (ich finde es immer wieder lustig, dass im TT Thüringen zum Südwesten, im Fussball aber zum Nordosten zählt). Das ist aber als Grund anzuführen, warum man eine Oberliga nicht mit einer andern zusammenlegt / neu ordnet oder was weiss ich, ist m.E. totaler Quatsch.
4. Dass man überall durch gezielte Nachwuchsarbeit und -förderung das Niveau heben kann, steht ausser Frage. Dass man dabei aber immer die Verbandsgrenzen im Auge hat, ist meiner bescheidenen Meinung nach oftmals schlecht. Klar wollen die sächsischen Trainer ihre Jungs behalten, damit sie sich auch weiterhin mit Erfolgen für ihren Verband schmücken können. Wenn es in Sachsen aber dann keine oder nur schlechte Möglichkeiten (Fahrzeit etc.) gibt, eine adäquate Klasse zu spielen, dann müssen die Jungs halt woanders hin.
5. glaube ich immer noch, dass der wichtigste Grund für die Spielstärke von Ober- und Regionalligen das liebe Geld ist.