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AW: Mannschafts-WM 2008 wieder in China
Sportliche Grossveranstaltungen wie TT-WM und Olympia bieten China die Möglichkeit, sich dem Rest der Welt als freundliches Gastgeberland wie in einem Schaufenster zu präsentieren. Der Menschenrechtssituation in China kann dies nur zuträglich sein. Auf keinen Fall bringt es irgend etwas, mit dem Finger auf das Land zu zeigen und zu sagen: Ihr seid böse, ihr dürft keine internationalen Events mehr ausrichten. Das würde eher zu einem Einigelungs-Effekt und noch stärkeren Einschränkungen führen (s. Nordkorea).
Im übrigen wage auch ich stark zu bezweifeln, dass es bzgl. gewisser elementarer Menschenrechte grosse kulturelle Unterschiede geben kann bzw. darf. Es gibt gewisse internationale Abkommen (UN-Charta, Genfer Konvention, nagelt mich da bitte nicht fest), die in diesem Feld die (Mindest-)standards setzen, und die auch China unterzeichnet hat. Von daher ist es legitim, auch immer wieder den Finger in die Wunde zu legen, aber bitte in Form eines kritischen Dialogs und nicht in Form eines Boykotts.
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