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Alt 15.05.2005, 12:28
Dornröschen Dornröschen ist offline
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Zitat:
Zitat von Motzer
Dornröschen, deine Theorie, ohne Internat geht es nicht, kann ich nicht teilen. Schauen wir ins Nachbarland Ba-Wü. Es ist ein großflächiges Land, ähnlich wie Bayern, es gibt kein Internat und wenn ich die Ergebnisse/Nominierungen vergleiche, dann sind sie mit ihrer Nachwuchsarbeit meilenweit vor Bayern.
Sie haben allerdings 4 Verbandstrainer, die stützpunktartig über`s Land verteilt sind. Ähnlich ist oder war es in Bayern mit den Verbandsstützpunkten, die von Bezirks- oder Honorartrainer geleitet werden/wurden. Diese Verbandstützpunkte wieder installieren und stärken sollte ein vordringliches Thema sein.
Dornröschen, was geschieht mit Spieler/innen, die nicht in ein Internat wollen?

D.G. ich sagte es schon mal, ein Controlling existiert bereits mit dem Vizepräsidenten Jugend. Mit einem ausgeklügelten Berichtswesen würde nur das Beamtentum Einzug halten und den Trainer von seiner eigentlichen Arbeit aufhalten. Elternvertreter mit zu installieren löst die Objektivität auf. Oder glaubst du, ein/e Mutter/Vater sind den anderen Kindern gegenüber objektiv?
In einem Internat sehe ich grundsätzlich die optimale Verbindung zwischen Sport und Schule. U.a. fallen keine Fahrtwege an, die bei denzentralen Lösungen durchaus große Nachteile haben können. Es hängt sehr stark davon ab, wo ein Jugendlicher wohnt / zur Schule geht und wo der nächste Stützpunkt angesiedelt ist. Auch ist es für viele Eltern heute aus beruflichen Gründen nicht mehr so einfach, pünktlich die Arbeit zu verlassen, um das Kind zu einem Stützpunkt zu fahren. Weiterer Nachteil bei dezentraler Lösung ist, dass an übrigen Tagen während der Woche das Training an unterschiedlichen Stellen (Verein etc.) mit unterschiedlichen Trainern (mit naturgemäß untersch. Lehrmethoden etc.) stattfindet. Jeder Stützpunkt bietet i.d.R. ja nur einmal pro Woche ein Training an. Talentierte Jugendliche werden sich im Laufe der Zeit aus sehr unterschiedlichen Gegenden rekrutieren; den optimalen Stützpunkt dann vorzufinden, wird nicht immer einfach sein.

Die wesentlichen Vorteile eines Internats sehe ich darin:
- optimale Verbindung Schule und Sport
- Nacharbeit bei entgagenem Unterricht durch Lehrkräfte des Internats
- keine Fahrtwege (effektive Nutzung der schulfreien Zeit für Sport und Lernen)
- ein verantwortlicher Trainer während der gesamten Woche (zielgerichtetes Training somit möglich)
- aber auch gezielte medizinische Betreuung, Physiotherapie etc.

Natürlich kann ein Internat nur für die für den HLS geeigneten Jugendlichen infrage kommen. Auch ist zu beachten, dass die Jugendlichen (und nicht zuletzt die Eltern) damit einiges auf sich nehmen.

Sollte ein Jugendlicher einen HLS betreiben wollen aber nicht ins Internat gehen wollen bzw. können, muss versucht werden, eine individuelle Lösung zu finden. Diese kann und wird nie die optimale sein.

Unabhängig davon stimme ich zu, dass es richtig wäre, sich über Alternativmöglichkeiten (dezentrale Stützpunkte) Gedanken zu machen und am Ende die Vor- und Nachteile (incl. Kosten) gegeneinander abzuwägen.

Bzgl. Elternvertreter habe ich ähnliche "Befürchtungen". Vielleicht wäre es aber einen Versuch wert.

Dass ein Controlling bereits existiert, kann ich unter den derzeitigen Umständen nicht unterstützen. M. E. haben der VP Jugend ebenso wie der Ausschuss HLS hier versagt; wobei ich aber der Meinung bin, dass VP Jugend und der HLS Ausschuss die richtigen Instanzen wären.
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