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Alt 15.05.2005, 19:45
Motzer Motzer ist offline
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AW: Wie geht es mit dem BTTV weiter?

Zitat:
Zitat von Dornröschen
Mit den Nachteilen gebe ich dir Recht, wobei ich diese nicht in allen Fällen als reine Nachteile sondern zum Teil als (aber nicht ausser Acht zu lassende) Risiken sehe. Ich vergleiche das Internat zunächst eher mit einem allg. Internat, in das Schüler gehen. Somit haben alle Internatskinder - unabhängig davon ob mit/ohne Sport - diese "Nachteile". Andererseits muss man auch sehen, dass Internatskinder so manche Vorteile fürs spätere Leben mitnehmen (Eigenverantwortung, Selbständigkeit, Selbstbewußtsein). Trotzdem - es sind klare Nachteile vorhanden, da gebe ich dir recht.
Gerade Eigenverantwortung, Selbständigkeit und Selbstbewusstsein wurden in der Vergangenheit durch den VT unterdrückt. Diese Vorteile, die du ansprichst, kommen nur zum Tragen, wenn der Verantwortliche, in diesem Fall der Trainer, mitspielt.
Vor Jahren musste ich miterleben, wie der Trainer seine Schützlinge auf der Tribüne fertigmachte, nur weil sie ihre, vom BTTV bezahlten Flaschen nicht austranken. Auf der Tribüne, vor allen Zuschauern. In einem anderen Fall ließ sich der Trainer auf der Zuschauertribüne massieren, von der vom BTTV bezahlten Masseurin, inmitten seiner Schützlinge. So quasi, ich bin der Star, ihr seid nur Zubrot.
Soviel zum Selbstbewusstsein.
Zitat:
Zitat von Dornröschen
Die Aussage "In Bayern geht es mit dem Internat ständig bergab" halte ich leider für allzu pauschal. Für die nicht vorhandenen sportlichen Erfolge sollte man nicht das Internat als Institution verantwortlich machen. Die Frage ist, warum die Erfolge nicht da waren bzw. sind. Übrigens: Es hat bislang noch keiner danach gefragt bzw. sich Gedanken darüber gemacht, wie die derzeit im Internat beheimateten Jugendlichen die über das gesamte vergangene Jahr im Internet veröffentlichten Angriffe (mental) verarbeitet haben. Die Angriffe waren manchmal schon äußerst heftig. Ebenso muss sich doch die unmittelbar vor der DEM Jugend getroffene fristlose Kündigung von Thomas Müller auf die Jugendspieler negativ ausgewirkt haben. Ich hätte mich im vergagenen Jahr unter den gegebenen Umständen nicht im Internat aufhalten wollen. Nur, gute Leistungen können nur dann erbracht werden, wenn auch das Umfeld stimmt. Andererseits muss man auch bedenken, dass es Höhen und Tiefen gibt. So sehe ich das Potential im Schülerbereich durchaus als vielversprechend an. Wir dürfen nur keine Zeit damit veschwenden, ständig Kritik zu üben und über lange Dauer notwendige Veränderungen aufzuschieben. Wenn man über die Erfolge auf Verbandsebene diskutiert, sollte man sich auch über die Förderung der Jugendlichen auf Vereins- und Bezirksebene Gedanken machen, da alles ja aufeinander aufbaut bzw. aufbauen sollte. Auch hier gibt es mit Sicherheit viel Verbesserungspotential.
Es war sicher für die Jugendlichen im Internat nicht förderlich, diese Angriffe im Internet zu lesen. Noch weniger förderlich war aber für die Jugendlichen zu lesen, dass ihre Eltern mit dazu beigetragen haben, dass die Suspendierung des Trainers aufgehoben wurde und so erst die heftigen Angriffe zustande kamen.

Das Potential im Schülerbereich erstreckt sich im Moment nur auf wenige Spieler/innen. Die Erfolgversprechendsten sind nicht im Würzburger Internat.

Klar ist nicht das Internat für den Niedergang der sportlichen Erfolge zuständig. Es lag traurigerweise nur an einer Person. Zum Wü-Internat ist zu sagen, es ist nur eine Unterbringung der Kinder, Schulen besuchen sie nach ihrer Wahl. Eine schulische/sportliche Verbindung gibt es nicht. Die erfolgreichsten Sportler/innen mussten ihre Schule verlassen, oder verließen sie freiwillig.

Zitat:
Zitat von Dornröschen
Und noch zu "Meinung kundtun": Ein generelles Problem sehe ich hier auf allen Ebenen wie Verein, Bezirk und Verband. Als Elternteil hat man hier wirklich des öfteren das Problem, dass Verantwortliche bzw. Trainer glauben, etwas "Besseres" zu sein. Ein mehr an Zusammenarbeit wäre wirklich wünschenswert. Und wenn ich das Thema "Qualitätsmanagment" von D.G. aufgreife, so heißt dies auch:
Wenn man über neue Strukturen und Methoden nachdenkt, dann müssen auch und insbesondere die Kinder und Eltern mit einbezogen werden. Verantwortliche und Trainer die glauben, dass sie alles besser wüßten - und die Eltern sowieso keine Ahnung haben - sind der Zeit weit hinterher (und von diesem Personenkreis gibt es nicht wenige). Wirtschaftsunternehmen sind hier wirklich Jahre voraus. Der BTTV und deren Untergliederungen sollten aber als "Wirtschaftsunternehmen" denken und handeln. Ein aktives Einbeziehen der Eltern und Kinder (durch regelmäßige Umfragen / Beurteilung und bei Bedarf in Diskussionsrunden) kann m. E. nur positiv beitragen. Voraussetzung hierfür ist aber, dass die Verantwortlichen umdenken - bei einigen dürfte dies aber nicht leicht sein. In dem Wirschaftsunternehmen, in dem ich tätig bin, ist "ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess" seit Jahren eingeführt - und hat sich bestens bewährt.

Warum also nicht bei der Bearbeitung von Problemen und Neuausrichtung in der Praxis bewährte Methoden anwenden? Sehr gut finde ich z. B. die SWOT-Analyse. Hier geht es darum, regelmäßig (z.B. jährlich) sich Gedanken zu machen über die "Stärken" (strength), Schwächen ("weakness"), Chancen ("opportunities") und Risiken ("threats"). Bei diesem Vorgehen lassen sich sehr schnell eine Strategie und kurz- und langfristige Maßnahmen ableiten. Dies z. B. angewendet auf das Thema Bezirkstraining, Verbandstraining, ... würde mit Sicherheit weiterhelfen (soweit z. B. zu meinem Vorschlag hinsichtlich "analytisches Vorgehen").
D.G. und du, ihr habt ja sicher recht, nur lässt es sich auf den BTTV nicht anwenden. Dieser SWOT-Analyse sollten sich einfach mal die jetzigen Stelleninhaber unterwerfen. Das Ergebnis kann ich vorwegnehmen, bis auf einige Ausnahmen „auswechseln“. Das geht nicht, sie sind gewählt, leider nicht vom Volk.

Man kann nur an die Anständigkeit des Präsidiums appellieren, das ich hiermit tue.
Liebe, für die Aufhebung der Suspendierung eingetretenen, Präsidiumsmitglieder. Ihr habt dem Tischtennis, insbesondere dem bayerischen, ungemein Schaden zugefügt. Erweißt dem Tischtennis einen Gefallen und legt euere Ehrenämter nieder und steht damit einem Neuanfang nicht im Weg.
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