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Alt 17.05.2005, 10:45
Lukas K. Lukas K. ist offline
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AW: Wie geht es mit dem BTTV weiter?

Hallo D.G. & all,

ich probiere es mal aus meiner Sicht. Die Strukturen in Wü. und Umgebung kenne ich aber nicht besonders gut, daher wird es nicht sehr konkret sein. Angelina ist nicht am Internat sie trainiert eben nur dort, nahe an ihrem Wohnort. Dort wurden Bedingungen geschaffen wo sie eben in ihrer Nähe häufig und gut trainieren kann, ohne aus dem familiären Umfeld gerissen zu werden. A. hat von der Trainingsgruppe des Internats und der Sparringpartner aus Wü profitiert. Das ist genau das was viele, auch ich, sich vorstellen. Man baut Stützpunkte auf, die mehrmals in der Woche in Zusammenarbeit mit starken Vereinen deren Spielern und den Vereinstrainern durchgeführt werden. In Gegenden wo es diese Vereine nicht gibt, versucht man zumindest einmal wöchentlich Stützpunkte aufzubauen um diese Gegenden nicht ganz brach liegen zu lassen.

Wie die Kooperation mit Würzburg funktioniert und warum das Koop.konzept nicht weitergeführt wurde, weiß ich nicht. Ich denke, wenn man vernünftig miteinander redet, sollte es möglich sein, dass A. mit den Regionalligaspielern trainiert. Der Verein Würzburg hat vom BTTV profitiert, viele gute Jugendspieler spielen / spielten in Wü, die sonst nicht dort gespielt hätten. Umgekehrt haben auch die Spieler profitiert. Mit gegenseitigem vertrauen, kann man auch Lösungen finden für Dinge, die nicht unmittelbar dem Verein nutzen, sofern dieser an anderer Stelle profitiert. Ein Gegenseitiges geben und nehmen. Dazu Bedarf es eines VT, der in erster Linie die Koordination und die Kommunikation fördert und regional vorhandene Strukturen flexibel nutzt und Trainerkollegen motiviert und ihnen hilft in ihrer Umgebung Strukturen aufzubauen. Diese kennen Strukturen oft besser, da sie aus der Gegend kommen und können Schwierigkeiten eher abwenden oder Möglichkeiten nutzen.

Zum Thema Internate. Ich bin nicht grundsätzlich gegen Internate. Internate sollten jedoch meiner Meinung nach vom DTTB für den Hochleistungsbereich (anstreben internationaler Ziele im Erwachsenenbereich) betrieben werden. Die Kinder sollen frühestens mit 15 Jahren und nur bei Int. Perspektive (Schülereuros) dahin gehen, ansonsten rechtfertigt der Aufwand nicht die Mittel.

A. wird dieses Jahr 17 und möchte International erfolgreich sein, hat durchaus internationale Perspektive. Für diese Zielsetzung und in diesem Alter halte ich Internate für sinnvoll, sofern die Spielerin das möchte. Warum ist Heidelberg oder das zukünftige TT Zentrum in Düsseldorf keine Alternative? Ich denke, dass bei A. der Schritt von der Verbandsförderung (Zielsetzung: heranführen an die deutsche Spitze im Jugendbereich) zu primär Bundesförderung (sie ist ja schon lange im Bundeskader) (Zielsetzung: Ausrichtung an Int. Zielen im Erwachsenenbereich, Hochleistungstraining) vollzogen werden sollte. Warum sollen die beiden Systeme nebeneinander existieren? Das ist nur ein möglicher Weg den ich sehe, es mag andere geben.

Warum stärkere Dezentralisierung?
Bayern hat viele Einwohner und ist ein Flächenstadt (5 Euro ins Phrasenschwein) Um möglichst viele Talente zu entdecken und in der ersten Zeit zu fördern brauchen wir ein flächendeckendes System (sonst nutzen wir den Vorteil der Größe Bayerns nicht). Dies kann nur von einem großen Team in dem die Kommunikation stimmt bewerkstäligt werden. Möglicherweise gab es im Jahrgang '88 um beim Beispiel zu bleiben noch ein oder mehrere Talente die das Potential hatten. Da die meisten Mittel jedoch in das Zentralinternat fließen, bleibt für Maßnahmen zur dezentralen Sichtung und Förderung nicht viel übrig. Die Mittel werden in den nächsten Jahren aber noch weniger werden. Dies ist absehbar. Was würde uns aber ein Internat bringen, wenn wir keine Kinder finden und ausbilden, die dahin gehen sollen?
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Gruss Lukas

Die beste Art die Zukunft vorherzusagen, ist, sie selbst zu gestalten. (Alan Kay)
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