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Zitat von Umpire
Insgesamt halte ich diese ganze Diskussion für ziemlich daneben. Bevor einer was bzgl. der Finanzierung und der Hintergründe wusste wird gleich mal gemutmaßt nach dem Motto: "wird schon was dran sein".
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Tut mir Leid, aber ich weiss nicht, wie ich - oder sonst ein Teilnehmer dieser Diskussion - all die Duzende Nationalverbaende dieser Welt kontaktieren soll, um zu fragen, warum es notwendig ist, dass sie mehr Personal als Spieler zur TT-WM schicken.
Ich finde definitiv nicht "daneben", diese Tatsache zu hinterfragen. Die glanzvolle Eroeffnungsfeier (einschliesslich eines exquisiten Banketts) hat dem Gastgeber 0,7 Mio. Euro gekostet, und eingeladen (umsonst) sind nur Spieler, "Funktionaere", Journalisten und besondere Gaeste, insgesamt ca. 3000 Personen. Das ergibt eine Kostenrechnung von ueber 200 Euro pro Person (zugegeben, die Eroeffnungsfeier wurde auch im Staatfernsehen uebertragen, aber das war urspruenglich nicht geplant - weshalb ich sie auch nicht gesehen habe, denn sie stand zu meiner Enttaeuschung nicht auf dem Fernsehenprogramm - und ist angeblich erst in letzter Minuten umentschieden worden, weil bestimmte chinesische Politiker unerwartet zu dieser Veranstaltung gegangen sind). Die Entscheidung, so viel Geld auszugeben, lag natuerlich ausschlieslich beim Gastgeber, aber es verdeutlicht doch, wie exklusiv das Privileg ist, akkreditiert zu sein. Insofern bin ich nach wie vor der Meinung, dass die Finanzierung der Reise absolut nicht das Einzige ist, worum es hier geht.
Es geht grundsaetzlich um die Frage, ob es notwendig fuer den Verlauf einer Tischtennis-WM ist, dass 600 Spieler von 700 Funktionaere "betreut" werden (zusaetzlich zu den Hunderte Mitarbeitern und Abertausende freiwilligen Helfern, die der Verstalter schon stellt). Ob sie wirklich alle signifikant zum Erfolg der Veranstaltung bzw. der jeweiligen Mannschaft beitragen? Ich glaube nicht daran, bin aber bereit, mich eines besseren belehren zu lassen. Und wenn doch nicht, ist es unzweifelhaft, dass jede unberechte Akkreditierung eine Vorteilnahme bedeutet (und zwar unabhaenig davon, wer die Reisekosten bezahlt, um es nochmals zu betonen).
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Zitat von Umpire
Ich halte es im übrigen für ein gutes Zeichen, wenn z.B. die Ehefrau des Delegationsleiters und Präsidenten in spe auf eigene Kosten (im übrigen auch mit einem anderen Flieger) anreist. Zum gesellschaftlichen Leben und zur Vertretung eines Verbandes gehören manchmal auch die Partner. Soll sogar bei Bundespräsidenten und Kanzlern so sein. Im Gegenteil: bei gewissen Anlässen wäre man über deren Nichterscheinen sogar pikiert.
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Der Vergleich ist absolut schief. Moechtest du denn damit behaupten, dass alle Verbaende, dessen Delegationsleiter ohne Ehepartner zur WM gereist sind, einfach keine Ahnung vom guten Stil haben? Wir sind - Gott sei Danke - nicht bei der Politik (auch wenn boese Zungen behaupten, Sportfunktionaere sind nur Moechtegern-Politiker, die es aber nicht geschafft haben).