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Zur den Auswirkungen für den Jugendbereich folgendes:
Bei uns (Kreis Bonn) hat es ein gewisses Chaos gegeben: Unser Kreisvorsitzender meinte es nötig zu haben kurzfristig alle Spiele auf Kreisebene absagen zu lassen (=Mittwoch morgen Rundruf, das alle Spiele bis Sonntag nicht stattfinden sollen) Auf Bezirksebene wird hingegen gespielt, aber eine Aufforderung zur Trauerminute (wie von Jochen Lang gefordert) ist nicht bis zur Basis durchgedrungen.
Letztlich wundern sich also einige Jugendliche bei uns wieso sie nicht spielen und andere (sprich unsere 1+2 Jugend) schon, und eine Schweigeminute gibts nirgendwo.
Bei der Disskusion sollte mann auch bedenken:
Die Kinder und Jugendlichen, die die ganze Dimension des Anschlages teilweise weniger verstehen, werden schon in der Schule mit Gedenkminuten etc. zugepflastert, ich will damit sagen, die 100. Aktion zum Andenken an die Opfer hilft auch keinem weiter.
Für die Jugendlichen ist politische Aufklärung immer noch das beste was man tun kann, da bringt eine Minute still rumstehen eher weniger.
PS: Ich habe bereits dutzendweise Aufforderungen erhalten, mich in diverse Kondolenzbücher einzutragen, an Aktionen teilzunehmen etc, das ganze gleitet langsam ins lächerliche ab.
Kann man nicht auch im Stillen für sich trauern und über Folgen/Ursachen etc nachdenken statt das jedern immer möglichst öffentlich trauern muß, ??
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