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Alt 15.09.2001, 10:21
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Siegmund Freud Siegmund Freud ist offline
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Re: Trainerfördergruppen

Zitat:
Original geschrieben von Dragonspin

Wir haben hier ja schon mehrfach darüber diskutiert, wie man Kinder in die Halle zum TT locken kann und ich hoffe der ein oder andere hat dadurch auch neue Ideen für sein Training erhalten.

Nun habe ich im neuen dts die Ausschreibung des DTTB-Lehrausschusses zur Bildung einer Trainerfördergruppe gelesen.
Zunächst einmal würde ich gern Eure Meinung zu so einer Gruppe hören, ob Ihr das als sinnvoll erachtet.
Ich halte so eine Gruppe für sehr sinnvoll. Im oberen Leistungsbereich kommt es dann zu einer besseren Abstimmung der Trainer, was Technikschulung angeht usw.
Bisher wird den Schülern von jeder Ebene andere Bewegungen gezeigt. In so einem Fall kann nichts gutes bei rauskommen.

Zitat:
Dann würde mich mal interessieren, ob Ihr meint, dass es sich lohnen könnte dem Problem der schwindenden Zahlen von Nachwuchsspielern durch eine Förderung junger/neuer Trainer auch auf niedrigeren Ebenen (Verband,Bezirk, vielleicht gar Kreis) entgegenzuwirken.
Nicht abgesehen natürlich, dass man mit so einer Förderung auch die Kenntnisse der Trainer erhöhen könnte. Was durch eine bessere Basis doch auch eine bessere Spitze zur Folge haben könnte, oder irre ich da?
Ich habe vor zwei Jahren ein ähnliches Konzept gehabt. Mein Ziel war es in unserer Region eine Gruppe aufzubauen, die sich einmal pro Monat an einem Wochenendtag trifft. An jedem Tag sollte eine Technik besprochen, trainiert, angeschaut und Jugendlichen vermittelt werden. Ziel war es, die Augen der Vereins"trainer" zu schulen, um eine richtige Bewegungsvorstellung zu bekommen. Dabei sollten gleichzeitig auch Kenntnisse der Vermittlung und der Fehlerkorrektur vermittelt werden. Unter Aufsicht meines geschulten Auges hätten sie dann ihr Wissen anwenden können und beim nächsten Treffen zeigen können. Wenn die Kenntnisse gut gewessen wären, hätte man einen Leistungsschein verteilen können. Dies wäre beim 2., 3., 4. oder späteren Treffen möglich gewesen.
Bei jedem Treffen hätte man einen weiteren Schlag schulen können.
Vereins"trainer" die durch diese Schule gegangen wären wären wirkliche TRAINER gewesen.

Diesen Vorschlag habe ich dem Verbandslehrreferenten des Bayerischen Tischtennisverbandes unterbreitet, der meinen Vorschlag in dieser Form jedoch abgelehnt hat. Voraussetzung für ihn war, dass die Teilnehmer die hohen Lehrgangsgebühren des BTTV zahlen müssten und dass jemand vom Lehrteam diese Veranstaltungen halten sollte (was aufgrund der weiten Entfernung der Lehrteammitglieder wieder nur als Wochenlehrgang zu machen gewesen wäre).
Die Trainer hätten also nach meiner Form die Qualifikation gehabt, jedoch keine Chance bekommen, Zuschüsse zu beantragen.

Aus diesem Grund und aufgrund beruflicher Veränderungen bei mir hat das Projekt am Schluss doch nicht stattfinden können. Jetzt wohne ich auch 600 km entfernt und kann so ein Projekt nicht mehr leiten. Ich würde es jedoch gerne mal irgendwo ausprobieren, wenn Interesse besteht.

Zitat:
Und wenn solch eine Förderung sinnvoll ist, wie sollte sie aussehen? Was sollte durchgeführt werden und wie weit sollte man unerfahrenen Trainern unter die Arme greifen?
Ein Trainerausbilder sollte ein Lernbegleiter sein. Vielleicht sogar mehrmals den Jungtrainer beim Vereins- oder Stützpunkttraining beobachten und psitives und verbesserungswürdiges mit ihm besprechen.

Wenn ich für 10 Vereine gute Trainer ausbilde, dann kann ich aus diesen 10 Vereinen gut ausgebildete Jugendliche bekommen, was für eine Nachwuchsförderung auf Kreis-, Bezirks-, Verbands- und Bundesebene grosse Bedeutung haben kann.
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