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@Mark
Ich bin davon überzeugt, dass man, gerade wenn man eigentlich nichts zu tun vermag, das wenige, was man tun kann demonstrativ tun sollte. Insofern begrüße ich die anberaumte Schweigeminute. Wenn jemand zu deren beginn die richtigen Worte findet, begreifen deren Sinn auch alle Jugendspieler.
Wenn der Kreisvorsitzende bei euch alle Spiele abgesetzt hat, so verdient auch dies keine Kritik, auch wenn ich die Gedenkminute für besser halte, weil man dann eben im Kreis seiner Sportfreunde zum Nachdenken gebracht und vielleicht auch zu späterer Diskussion angeregt wird.
Das Thema ist nämlich noch lange nicht "durch". Die nun bald folgenden Gegenschläge werden einige Länder mit dem "Zerreißen" bedrohen. Dies kann die Welt wirklich verändern, und da sollten wir uns nicht streiten, ob eine Spielabsetzung oder eine Gedenkminute besser sind.
Wichtig ist, dass wir bewusst machen, wo wir stehen und dass wir denken und fühlen als aufgeklärte Menschen, die Gewalt ablehnen und von derselben schockiert sind.
@Dorit
Ich kann deine Vergleiche gut nachvollziehen, auch wenn Teilaussagen nicht stimmen (Ich werde die TV - Bilder mit dem leichenverstopften Fluss aus Burundi nie in meinem Leben vergessen). Wir kümmern uns viel zu wenig um das, was weit weg von uns passiert. Dies gilt auch übrigens für Palästina/Israel, wo Gewalt geschürt und provoziert und trotz UN-Resolutionen gedeckt wird, was mit dazu beiträgt, dass sich die arabische Welt hilflos, verlassen und minderwertig empfindet.
Dennoch liegst du falsch, was die Konsequenzen deiner Vergleiche angeht.
Einerseits gibt es keine Gleichheit im Unrecht und zum zweiten ist es nie zu spät, bekehrt zu werden.
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