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AW: Flow IV: "Spass am Spielen" contra "Siegen wollen"
Ich habe immer de Eindruck, der 'Flow' wird gestört, wenn man sich vom wesentlichen ablenken lässt und das ist das spielen seines eigenen Spiels. In dem Augenblick wo ich bei vollem Bewusstsein ein Spiel spielen muss und dabei über die Konsequenz meines Handelns reflektiere, in diesem Augenblick spielt man gehemmt und weit unter seinen Möglichkeiten.
Ich rufe mich selbst innerlich oft auf, einfach mal 'nur zu spielen', sprich nicht so tiefgreifend über den Punktestand nachzudenken und was passiert, wenn ich verliere. IMHO ist es am besten, von einem Ballwechsel zum nächsten 'zu leben' und da hilft es auch oft einen Ballwechsel gedanklich abzuschliessen, also die Analyse warum man den Punkt verloren hat. Das kann wie schon erwähnt sein, den Gegner für seine gute Aktkion zu loben oder seinen eigenen Fehler erkennen und abzuhaken.
Schwer fällt es mir, wenn ich die Qualität des Gegners nicht einsehe oder meine eigenen Unzulänglichkeiten nicht verbessern kann, also nicht erkenne, woren es liegt. Dies passt natürlich zu o.g. Sachverhalt (Ballwechsel abhaken), weil dann an dem ´versemmelten' Ball noch gedanklich 'rumgedoktert' wird und man sich deswegen nicht auf den nächsten Ball konzentrieren kann. Insofern gehört gerade das Endergebniss des Spiels und die weitere Konseqenz für das Punktspiel (zB. Aufstieg, Abstieg o.ä.) gerade als 'Störfaktor' nicht zum Spiel selbst und ist als Negativfaktor hinderlich.
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