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Zitat von martinspin
Wenn ich mich an meine Flow-Erlebnisse erinnere, war der Siegeswille ungebremst und die Konzentration maximal vorhanden.
Der Unterschied besteht darin, dass ich ohne Flow nicht verlieren will und mit Flow gewinnen will.
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wohl eher umgekehrt ! Wer nicht verlieren will, wird keinen flow erreichen. Wer auch verlieren kann, der kommt in den Flow rein.Unabhängig davon, was nachher als Ergebnis rauskommt.
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Um zu gewinnen, muss ein hohes Mass an Risikobereitschaft vorhanden sein.
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Yepp, wobei ich eher sagen würde, im Flow denken wir nicht über das Riskiko nach, sondern 'ziehen unser Ding durch', egal was am Ende herauskommt. "Danach können wir sagen: Super hat geklappt, wie geil war das denn !?" oder "Schade, ich hab mein bestes gegeben, aber das war der falsche Ansatz oder der Gegner hatte immer die bessere Antwort..." wie auch immer, man kann damit abschliessen und ist zufrieden, egal wie es ausgeht.
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Am persönlichen Limit zu spielen, heisst auch, gegen "schwächere" Gegner verlieren zu können oder gegen "stärkere" Gegner über sich hinauszuwachsen. Nur gegen stärkere Gegner frei aufspielen zu können ist zwar schön, aber nur die halbe Wahrheit.
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Gerade gegen schwächere Gegner, macht man sich oft wieder zu viele Gedanken, etwa wie "wie schwach ist der denn, den müsste ich mit Leichtigkeit schlagen" usw. das steigert die Erwartungshaltung und lässt uns eigene Fehler in einem anderen Licht sehen, es schränkt unsere Erwartung gegenüber den gegnerischen Bällen ein, weil man die Qualitäten des Gegners nicht objektiv erfassen kann.
Gegen schwächere Gegner ist es besonders tückisch, gerade wenn es um was geht.
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Der wahre Flow-Meister zeigt sich aber darin, dass er umbekümmert auch gegen "schwächere" Gegner frei aufspielt und damit das Risiko eingeht, wegen zu vielen Eigenfehlern zu verlieren.
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ACK!
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Der wahre Flow-Meister mag es dem vermeintlich "schwächeren" Gegner von Herzen gönnen, dass der stolz ist, einen besseren Gegner besiegt zu haben.
Dem Flow-Meister ist es letztlich egal, ob er gewinnt oder verliert, denn allein das Erlebnis und die gemachten Erfahrungen zählen. Das ist einfach eine höhere Stufe von Spielverständnis.
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Es ist das Akzeptieren der Situation wie sie nun mal ist.
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Wenn wir es schaffen würden, nicht nur in den Matches sondern auch im Training mit Flow zu spielen, könnte es gut möglich sein, das wir uns in Rekordtempo verbessern würden. Ich arbeite daran und bin gespannt, ob ich's schaffe, meinen persönlichen Flow im Training und in den Matches markant zu steigern und wie sich das auf die Resultate auswirkt.
Gruss
Martin
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Ich denke der Flow ist im Training leichter zu erreichen, weil man es den befreundeten Kollegen es leichter gönnt, auch mal zu gewinnen. Deswegen scheue ich mich nicht gegen schwächere zu zählen, ist gutes Trianing den Kopf abzuschalten und sich nur auf die Situation und nicht auf das Ergebnis zu konzentrieren.
Der Siegeswille ist IMHO unabhängig und sogar Kontraproduktiv zum Flow: Gerade das "Ich will/muss gewinnen" fängt an, uns zu blockieren. Es ist immer leicht daher gesagt "Der spielt aber lustlos, es macht den Eindruck er will gar nicht gewinnen" . Dabei ist es oft nur Unsicherheit, die uns in quasi jeder Bewegung daran hindert unser Spiel entschlossen durchzuspielen. IMHO gehört auch dazu nicht das eigene Spiel sondern das
erforderliche Spiel. Solange wir es ohne Vorbehalte und tieferen Sinn spielen. Gerade solche Gedanken wie "wenn ich den nächsten TS verziehe, dann können wir den Abstieg ncht mehr verhindern" sind absolut tödlich für Flow. Das kann aber ein aussenstehender Spielkamerad nur schwer nachvollziehen.