Hoi Hurz67
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Zitat von Hurz67
Der Siegeswille ist IMHO unabhängig und sogar Kontraproduktiv zum Flow: Gerade das "Ich will/muss gewinnen" fängt an, uns zu blockieren. Es ist immer leicht daher gesagt "Der spielt aber lustlos, es macht den Eindruck er will gar nicht gewinnen" . Dabei ist es oft nur Unsicherheit, die uns in quasi jeder Bewegung daran hindert unser Spiel entschlossen durchzuspielen. IMHO gehört auch dazu nicht das eigene Spiel sondern das erforderliche Spiel. Solange wir es ohne Vorbehalte und tieferen Sinn spielen. Gerade solche Gedanken wie "wenn ich den nächsten TS verziehe, dann können wir den Abstieg ncht mehr verhindern" sind absolut tödlich für Flow. Das kann aber ein aussenstehender Spielkamerad nur schwer nachvollziehen.
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Du liegst absolut richtig mit deinen Gedanken. Ein Beispiel möge das verdeutlichen: Am letzten Wochenende hatten wir in unserem Verein Clubmeisterschaft. Ich war für die höchste Kategorie qualifiziert und bekam einen Gegner, der zwar höher klassiert ist, aber dennoch zu packen war. Im 1. Satz spielte ich mein bestes TT und er war wohl erstaunt über mein kompromissloses Angriffsspiel. Nach dem 1. Satz dachte ich für mich: "So, den packst du heute". In den folgenden Sätzen habe ich dann nicht mehr viel gerissen und er hat sein Spiel umgestellt und nur noch passiv gespielt. Meine Fehlerquote war einfach zu hoch. Im Nachhinein glaube ich schon, dass es ungünstig ist, sich auf das Siegen zu konzentrieren. Wenn ich mich zurückerinnere habe ich im 1. Satz einfach frei drauflosgespielt und mich einfach auf den nächsten Ballwechsel konzentriert.
Ich denke Flow im TT hat damit zu tun, dass man sich ausschliesslich nur auf den nächsten Ballwechsel konzentriert.
Was meinst du dazu?
Gruss
Martin