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Zitat von Sven M.
. Der normale Bürger denkt dann eben, dass alle Rapper rechtsradikal sind. Und das ist das Problem. Hier wird eine Gruppe / ein Rapper angegriffen, der/die in der Öffentlichkeit steht/stehen und zur Zeit stellvertretend für den gesamten deutschen HipHop sind.
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Also das wage ich mal ernsthaft zu bezweifeln.
Ich selber habe ehrlich gesagt keine Ahnung von HipHop, werde aber aufgrund dieser Artikel sicherlich nicht annehmen, dass alle Rapper rechts sind ...Da ist doch ausdrücklich die Rede von einigen bestimmten Protagonisten. Ich denke, der Öffentlichkeit ist schon soviel Verstand zuzutrauen, dass sie eine Musikrichtung, die ursprünglich mit Afroamerikanern bzw in Deutschland vor allem mit "Ausländern" in zweiter oder dritter Generation in Verbindung gebracht wird, nicht pauschal als "rechts" abstempelt.
Wobei Du natürlich recht hast, dass der große Erfolg von Rappern, deren Texte und Symbole zumindest mißzuverstehen sind, mir als Aussenstehendem doch zu denken gibt.
Aber gerade darum ist es doch gut, wenn es Journalisten gibt, die diese mal ein wenig unter die Lupe nehmen und kritisch hinterfragen.
Im übrigen dachte ich eigentlich, dass im HipHop besonderer Wert auf Eindeutigkeit der Sprache und der Texte gelegt wird. Da finde ich dann schon merkwürdig , dass es einerseits Textstellen geben soll, die als rechtsradikal angesehen werden können und andererseits welche, die in die ganz andere Richtung gehen sollen. Das ganze erinnert mich dann irgendwie an den "Eiertanz" mit den Böhsen Onkelz.
Im übrigen kann es doch nur positiv sein, wenn es Reaktionen und Diskussionen über solche Tendenzen - seien sie real oder nur mißverstanden, seien sie ernst gemeint oder nur PR - gibt. Ansonsten könnte die rechte Szene noch auf die Idee kommen, dass sie hier wirklich eine gute Infiltrationsmöglihckiet durch Musik geboten bekommen könnte.