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Alt 25.05.2005, 16:13
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martinspin martinspin ist offline
let it flow...
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martinspin ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Flow IV: "Spass am Spielen" contra "Siegen wollen"

Hoi Hogar

Zitat:
Zitat von Hogar
daraus entnehme ich, dass dich die Mätzchen der Gegner stören, wenn du aber deinen Flow gefunden hast, dann müssten die Mätzchen der Gegner dir doch egal sein.
Die Mätzchen der Gegner sind doch nur ein Teil der Herausforderungen, die das Spiel an deine Fähigkeiten stellt. Das Finden des Flow setzt aber voraus, das deine Fähigkeiten den Herausforderungen gewachsen sind. Es sollte für dich also eine Leichtigkeit sein mit den Mätzchen umzugehen.
Mätzchen sind teil des Spiels, sie gehören so lange dazu, bis der Schiedsrichter sie unterbindet. Ein Aufschlag, wird doch erst dann zum falschen Aufschlag, wenn er vom Schiedsrichter ihn reklamiert. Ein nicht zugelassener Belag kann dann nicht mehr gespielt werden wenn er beanstandet wird. Das Kleben in der Halle muss dann unterlasssen werden, wenn der Schiedsrichter es fordert. Wenn ein Spieler flucht, so kann er es so lange tun, bis er aufgefordert wird es zu unterlassen. TT ist halt auch in diesen Bereichen ein Spiel, welches man bis an die Grenzen gehend betreiben kann. Auch die Grenzen sind fließend.
Ich versuche immer, mein bestes TT zu zeigen, doch was das für mich bedeutet, dass gefällt nicht jeden meiner Gegner, braucht es aber auch nicht.
Im Prinzip hast du ja recht. Wenn wir schon bei den besagten Emotionen sind, halte ich es auch so, dass ich sie zwischen den Ballwechseln zulasse. Ich nerve mich schon mal beim dritten Kantenball meines Gegners in entscheidenden Situationen. Für mich ist es sogar wichtig, dass ich solche Emotionen nicht unterdrücke. Beim Ballwechsel bin ich jedoch wieder konzentriert. Die ganzen Spielchen nehme ich ja auch wahr und reagiere z.T. auch darauf. Nur dürfen sie keinen Einfluss auf die anschliessenden Ballwechsel haben.

Ich bin z.B. sehr konzentriert bei einem Match und das drückt sich dadurch aus, dass ich ziemlich ernst wirke. Im Moment des Wettkampfs ist mein Gegenüber mein Gegner und nicht mein Freund. Ein solches Verhalten kann auch missverstanden werden. Ist mir aber gleich. Nach dem Spiel bin ich wieder locker, was jedoch eine Zeit lang dauern kann.

Wir können uns noch lange über FLOW unterhalten und doch muss jeder für sich herausfinden, wie er dorthin gelangt, wenn er denn möchte.

Ich gebe einfach den Tipp ab, sich auf den Spass zu besinnen. So spielen, dass es Spass macht, ist der schnellste Weg zum FLOW. Die Kinder haben das noch drauf, nur wissen sie es nicht. Irgendwann kommt dann der Ehrgeiz und dann ist der FLOW gestört. Aber auch da muss man durch. Hat man diese Phase absolviert, kommt irgendwann wieder die Besinnung auf den FLOW und damit den Spass. Nur, um das zu entdecken, muss man eine intensive Zeit ohne Flow gespielt haben. Irgendwann hat man genug von solchen unmotivierten Zuständen und besinnt sich auf das wirklich Wesentliche am TT, dem Spiel, Spiel und nochmal Spiel.

Gruss
Martin
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Geändert von martinspin (25.05.2005 um 16:18 Uhr)
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