
18.09.2001, 10:35
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Foren-Urgestein - Master of discussion **
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@INO: Zu Deinen Fragen:
Wie trainiert man Schnelligkeit?
Zitat:
Original geschrieben von Cheftrainer
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Allgemein zum Thema Schnelligkeitstraining:
Gewichtsschläger sind nur bedingt geeignet, man muss genau wissen, wie man sie einsetzt. Lediglich als Kontrasttraining kann man einen Gewichtsschjäger trainingswirksam einsetzen
Kontrasttraining am Beispiel VH-Topspin:
Man macht die Bewegung 1-3 Mal mit dem Gewichtsschläger als Schattentraining.
Danach am Balleimer maximal 5-6 Bälle direkt eingespielt und mit maximaler Schnelligkeit geschlagen.
Nach dieser Serie macht man eine lohnende Pause (mehrere Minuten), der Organismus darf keinesfalls belastet sein (Schnelligkeitstraining gehört definitiv an den Beginn einer TE).
Die ganze Geschichte trainiert man 4-5 Serien.
Generell darf man das Schnelligkeitstraining nicht als Schattentraining durchführen, wenn man die maximale Trainingswirkung erzielen will. Dr. Weigelt hat in seinen Untersuchungen bewiesen, dass beim Schattentraining (wohl wegen fehlender Rückmeldung) trotz maximaler Motivation des Athleten nur 80-90% der Schnelligkeit erzielt wurde im Vergleich zu dem Ergebnis bei einzeln eingespielten Bällen am Balleimer!
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Wo kommt Schnelligkeit her?
Zitat:
Original geschrieben von Cheftrainer
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Um eine maximale Schnelligkeit zu erreichen, müssen 2 Dinge besonders gut funktionieren:
a) die intramuskuläre Koordination:
Damit ist eine möglichst vollständige Aktivierung der vorhandenen schnellen Muskelfasern gemeint.
b) die intermuskuläre Koordination:
Damit ist das Zusammenspiel von Agonist und Antagonist gemeint. Gerade in der zuvor erwähnten Doktorarbeit zum Thema Schnelligkeit wurde dieses Zusammenspiel von Agonist und Antagonist bei Leistungssportlern und Hobbysportlern untersucht. Die Untersuchung hat gezeigt, dass hier wohl die Hauptursache für die bessere Schnelligkeit eines Leistungssportlers beim VH-Topspin zu suchen ist. Bei einem Leistungssportler arbeitet der "Gegenmuskel" viel weniger gegen die Bewegung des benötigten Muskels. Das Zusammenspiel ist damit viel ökonomischer. Zur Untersuchung wurden die Impulse in den Nerven herangezogen. Bei untrainierten Hobbysportlern (damit meine ich Regionalliga und tiefer) ist der Antagonist sehr viel mehr beteiligt.
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Geändert von Cheftrainer (18.09.2001 um 10:37 Uhr)
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