Fischer hat vor kurzem gesagt, das er zurück treten will, wenn die grünen in die opposition müssen (aber was politiker von ihren eigenen aussagen halten wissen wir ja seit f.j.strauß

)
ansonsten finde ich die entscheidung eine der besseren in der amtszeit schröder:
-die spd ist zerstritten, bis zum normalen wahltermin wären die rissen bestimmt stärker geworden
-das neue linksbündniss wird nicht zur wahl antreten, nächstes jahr wären sie sicher so weit gewesen und hätten der spd einige stimmen gekostet
-durch die mehrheitsverhältnisse im bundestag und rat und die uneinigkeit sowohl innerhalb der spd als auch zwischen spd/grünen wäre es in den nächsten 1,5 jahren zum absoluten stillstand gekommen, was gift wäre für deutschland
obs merkel besser machen würde? ich bezweifle es, v.a. wenn man ihren werdegang betrachtet (von kohl nur nicht gefeuert weil der endlager-skandal so kurz vor der wahl war, als absoluter notnagel zur vorsitzenden gemacht).
allerdings bin ich der meinung, dass das einzige was deutschland momentan wirklich braucht ist eine aufbrauchsstimmung, vielleicht schafft das ja eine neue regierung (btw: als aussenminister ist gerhard prädestiniert),
ausserdem wäre es für die spd (und grüne) eine gute möglichkeit sich in der opposition wieder auf die eigenen werte zu besinnen, und sich von der 3. weg-tony blair "sozialdemokratie", der nichts mehr mit dem wort zu tun hat, zu verabschieden