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AW: Neuwahlen - Der richtige Schritt der Bundesregierung?
@Keyer Soze:
anscheinend sind recht viele davon überzeugt, dass die großen Parteien eh dasselbe tun?? ...die sind sich zwar sicher näher als vor 10jahren, aber solche aussagen wie "machen eh alle den gleichen mist" sind nicht nur destruktiv, sondern einfach mal falsch ...wenn es so wäre, müsste man sich ja nicht dauern im bundesRAT um einige wenige stimmen "kloppen", weil sich wiedermal alle UNEINIG sind!
Jetzt betrachte doch einmal den geschichtlichen Hintergrund. Früher waren die Unterschiede zwischen SPD und CDU/CSU einfach riesig. Zwei unterschiedliche Weltanschauungen, wie ich bereits erwähnt habe. Man nehme z.B. die Ostpolitik von Brandt in der Koalition mit der FDP. Brandt lockerte erstmals die festgefahrene Situation die Adenauer mit seinem klaren Bekenntnis (damals sicherlich richtig) zu den Westaliierten herbeigeführt hatte und legte damit den Grundstein für die Wiedervereinigung. Heute sind die Unterschiede der beiden großen Volksparteien im Vergleich zu damals doch verschwindend gering. Die Union blockiert doch nur deshalb Gesetze der SPD/Grünen um zu verhindern, dass die SPD auch einmal etwas positives verändern könnte, denn die allgemein schlechte Lage in einem Land kommt ja wohl immer der Opposition entgegen und wenn sie dann an der Macht sind kommt genau das selbe Gesetz (minimal abgeändert) wieder auf den Tisch. Es geht doch nur darum die andere Partei möglichst schlecht aussehen zu lassen, in den Grundzügen der meisten Gesetze sind sich beide doch heute zumeist einig, nur würden sie dies natürlich niemals zugeben. Deshalb wünsche ich mir eine bessere Kooperation von SPD und CDU/CSU und event. eine große Koalition, dies wäre z.Z. meiner Meinung nach das Beste für D.
Zum Schauspieler Schröder: Es ist nun mal einfach so, dass Schröder mehr Ausstrahlung und Karisma hat, als alle Unions-Spitzenpolitiker zusammen und dies verständlicherweise auch ausspielt. Er wird den Wahlkampf wieder sehr mit seiner Person verbinden (aus taktischen Gründen), während Merkel nur auf politische Inhalte setzen wird, weil sie weiß dass sie in dem anderen Punkt hoffnungslos unterlegen ist.
Zum Thema Flutkatastrophen:
Hast du dir schon einmal überlegt, dass es unseren meisten Europäischen Nachbarn auch nicht sehr gut geht und D. bildet sich immer noch ein in Europa eine Vorreiterrolle spielen zu können. Wieso dann auch nicht am meisten spenden???
Und jetzt noch eine sehr profane Aussage von mir, aber ich weiß nicht wie ich es anderes ausdrücken soll. Das einzige was sich meiner Meinung nach bei einem Machtwechsel ändert ist, dass die Großen noch ein bisschen mehr vom Kuchen abkriegen (die Schrempp und Ackermanns dieser Welt) und der kleine Mann noch weniger. Sprich: Das Pro-Kopf Einkommen wird weiter sinken und der Sozial Staat geht endgültig den Bach runter.
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Marc_Konstanzer
Geändert von pilatius2 (29.05.2005 um 22:35 Uhr)
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