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Alt 31.05.2005, 06:59
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martinspin martinspin ist offline
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martinspin ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Flow V: Flow und Training

Hoi Klaus 123

Zitat:
Zitat von Klaus123
Ein (meiner) Fehler ist es, sich schon vor dem Ballwechsel vorzunehmen etwas zu tun, meistens "draufhauen". Schlecht ist das nicht nur, weil der Gegner es dir u.U. ansehen könnte. Es ist einfach auch schlecht, weil man dann nicht mehr offen ist für das was kommt. Also muß man am besten "offen sein" für das was kommt, und dann blitzschnell entscheiden ob man angreift oder nicht oder was man überhaupt macht. Die Zeit die mir zwischen den Ballwechseln bleibt,
nutze ich nicht damit mir irgendwas vorzunehmen oder irgendwas einzureden,
schlechten Bällen nachzujammern oder ähnliches, sondern den Gegner mustern,
mich auf den Gegner konzentrieren. Blank Mind and watch ahead.
Für mich findet der eigentliche Wettkampf zwischen den Ballwechseln statt. Hier habe ich genügend Zeit, mir den nächsten Schritt zu überlegen.

Ich find's nicht verkehrt, sich vor dem Ballwechsel was vorzunehmen. Ob "draufhauen" immer sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln. Wie wär's wenn du dir vornimmst, einen langen Aufschlag "sicher zu ziehen", um erst mal bloss die Initiative zu ergreifen. Kommt der Block auf deinen Rotationstopspin etwas unsicher daher, kannst du solche Bälle immer noch "abschiessen".
Wenn dein Eröffnungstopspin eine gute Quote hat, wäre der nächste Schritt, an der Platzierung des Eröffnungstopspins zu arbeiten. usw.

Ein weiteres Merkmal von Flow ist Kontrolle, das Gefühl alles richtig zu machen. Zuviel Kontrolle verhindert Flow genauso wie zu wenig Kontrolle. Für mich ist der erste, zweite und dritte Ball im Moment enorm wichtig. Hauptsächlich konzentriere ich mich momentan auf den Servicereturn, denn ich möchte unbedingt die Initiative mit Flip oder Topspin ergreifen können. Die restliche Bälle spiele ich aus dem Bauch raus. Ich habe mit diesen einfachen Überlegungen genügend Kontrolle über mein Spiel und auch genügend Spielraum.

Das mit dem "Öffnen" ist für mich ein Konzentrationsgeschichte und tangiert meine Strategie kaum. Es ist eher so, dass sich Konzentration und Strategie ergänzen.

Gruss
Martin
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