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Alt 21.09.2001, 02:31
Dragonspin Dragonspin ist offline
Wall'er Bub
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Also erst mal möcht ich sagen, dass ich ziemlich enttäuscht bin.
Hat noch nie jemand darüber nachgedacht, wie man auch den Trainernachwuchs fördert? Wie man Trainer motiviert und so eine Leistungssteigerung auch der Spieler hervorruft?
Das kann doch nicht wahr sein. Wir reden hier immer wieder vom Fernsehen, vergessen wir nicht, dass wir unsere zukünftigen Spieler in der Halle "rekrutieren" müssen?

@Siegmund:
Ja, die Technik sollte auf den verschiedenen Ebenen miteinander abgestimmt werden. Es wäre schon ein Vorteil, wenn die verschiedenen Kreisleistungszentren das täten, leider ist das nicht der Fall.
So weit ich weiß ist das auch ein wichtiger Vorteil der Chinesen und Schweden , die von Anfang bis Ende der Trainerstruktur ihre Techniken aufeinander abstimmen, zumindest zum größten Teil.
Hier ist zwar auch in Deutschland mit den Technik Leitbüchern ein Schritt in die richtige Richtung gemacht worden, aber viele Trainer spricht man mit solchen Büchern nicht an. Da muß Praxiserfahrung her.
Oder man muß die Trainer motivieren sich mit solchen Büchern zu beschäftigen. Und die Motivation von Trainern ist in meinen Augen fast noch wichtiger als die Motivation der Spieler, denn motivierte Spieler bei einem unmotivierten Trainer. Das geht nicht!

Das von Siegmund vorgeschlagene Konzept finde ich sehr gut, speziell die intensive Bearbeitung von Techniken und der wichtigen Fehleranalysen und -korrektur ist wichtig.
Die Frage ist natürlich, ob man die Trainer hierfür hätte motivieren können. Ich denke einige wären sicher gekommen, aber viele sind dafür zu bequem und würden eher daheim bleiben.
Verständlich, da viele Trainer unter der Woche arbeiten und Training geben, da möchte man das Wochenende für die Familie haben.
Also muss man jene Leute zu Trainern machen, die an sich Zeit haben. In meinen Augen sind das Studenten und Auszubildende.
Diese Personen sind oft jung, ehrgeizig und einige verfügen sogar über eine ganz gute Technik, so dass sie diese besser vermitteln könnten.
Nur wie motiviert man junge Spieler das Training in ihren Vereinen zu übernehmen? Eventuell eine zeitlang nur als Co-Trainer an der Seite eines erfahrenen "Hasen" zu lernen und dann in ihrem Club was aufzubauen???

Der Gedanke mit dem Lernbegleiter erachte ich ebenfalls als sehr gut. Man sollte junge und am Anfang unerfahrene Trainer auch nach einem Lehrgang nicht einfach nach Hause schicken, dann verlieren viele schnell ihre Motivation wieder...
Ein Lernbegleiter kann helfen schwierige Zeiten zu überwinden, neu zu motivieren oder einfach Tipps geben. Z.B. über den Umgang mit Kindern, Eltern oder Funktionären.

Schließlich wird zu wenig zur Förderung junger Trainer gemacht, Siegmund hat ganz recht. Wenn ich 10 Trainer in 10 Vereinen aufbaue, dann hilft das nicht nur den Vereinen! Es hilft auch den Kreisen, den Bezirken und dem jeweiligen Verband!
Leider scheinen das viele Leute an der Spitze nicht zu sehen. Dabei ist es ganz logisch. Eine Verbesserung der Basis führt auch zu besseren Spielern in der Spitze. Zumindest wird es dadurch schwieriger in die Spitze vorzudringen (z.B. in einen Kader aufgenommen zu werden).

Einen guten Ansatz macht hier in Hessen der Verbandstrainer Horst Heckwolf, wie ich finde. Er macht ab und zu (alle ein- bis zwei Monate) einen Förderlehrgang für Schüler, die in einer Vorstufe des Kaders sind.
Dazu schreibt er oft etwas in der Verbandszeitschrift, lädt interessierte Trainer ein zu kommen. Bei diesem Lehrgang kann mal als Assistenztrainer mitarbeiten oder aber nur zugucken. Er redet dann mit einem, gibt Tipps für das Vereinstraining und für die Kinder ist es natürlich auch sehr motivierend.

Ich weiß nicht, ob es das schon mal gab. Aber vielleicht wäre die Förderung auch mal einen Artikel im DTS oder in den Trainerzeitschriften (Tischtennislehre oder Trainerbrief) wert.
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