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Original geschrieben von Dragonspin
So weit ich weiß ist das auch ein wichtiger Vorteil der Chinesen und Schweden , die von Anfang bis Ende der Trainerstruktur ihre Techniken aufeinander abstimmen, zumindest zum größten Teil.
Hier ist zwar auch in Deutschland mit den Technik Leitbüchern ein Schritt in die richtige Richtung gemacht worden, aber viele Trainer spricht man mit solchen Büchern nicht an. Da muß Praxiserfahrung her.
Oder man muß die Trainer motivieren sich mit solchen Büchern zu beschäftigen. Und die Motivation von Trainern ist in meinen Augen fast noch wichtiger als die Motivation der Spieler, denn motivierte Spieler bei einem unmotivierten Trainer. Das geht nicht!
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Von den meisten Büchern halte ich nicht viel. Sie haben ein grosses Problem: es ist keine 3-dimensionale Darstellung möglich. Daher kann man viele Bewegungsbestandteile nicht erkennen.
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Das von Siegmund vorgeschlagene Konzept finde ich sehr gut, speziell die intensive Bearbeitung von Techniken und der wichtigen Fehleranalysen und -korrektur ist wichtig.
Die Frage ist natürlich, ob man die Trainer hierfür hätte motivieren können. Ich denke einige wären sicher gekommen, aber viele sind dafür zu bequem und würden eher daheim bleiben.
Verständlich, da viele Trainer unter der Woche arbeiten und Training geben, da möchte man das Wochenende für die Familie haben.
Also muss man jene Leute zu Trainern machen, die an sich Zeit haben. In meinen Augen sind das Studenten und Auszubildende.
Diese Personen sind oft jung, ehrgeizig und einige verfügen sogar über eine ganz gute Technik, so dass sie diese besser vermitteln könnten.
Nur wie motiviert man junge Spieler das Training in ihren Vereinen zu übernehmen? Eventuell eine zeitlang nur als Co-Trainer an der Seite eines erfahrenen "Hasen" zu lernen und dann in ihrem Club was aufzubauen???
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Ich hatte Anmeldungen aus allen Altersklassen, von 14 bis über 50. Dies liegt wahrscheinlich auch daran, wie im BTTV die Lehrgänge abgehalten werden, nämlich Wochenlehrgänge "zentral" in der Landeshauptstadt München! Wenn sich die Leute entscheiden können zwischen Trainerausbildung am Wochenende vor Ort und Trainerausbildung Wochentags (eine oder zwei Wochen Urlaub nehmen, weite Anreise, teuere èbernachtung, auch wenn man direkt vor Ort kostenlose Möglichkeiten hätte), dann entscheiden sich natürlich viele für die erste Möglichkeit.
In meinen Vereinen versuche ich immer Nachwuchsspieler und junge Erwachsene als Co-Trainer einzubauen. Damit werden sie frühzeitig auch an die Trainertätigkeit herangeführt. Einige davon sind mittlerweile selber als eigenverantwortliche Trainer tätig.
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Der Gedanke mit dem Lernbegleiter erachte ich ebenfalls als sehr gut. Man sollte junge und am Anfang unerfahrene Trainer auch nach einem Lehrgang nicht einfach nach Hause schicken, dann verlieren viele schnell ihre Motivation wieder...
Ein Lernbegleiter kann helfen schwierige Zeiten zu überwinden, neu zu motivieren oder einfach Tipps geben. Z.B. über den Umgang mit Kindern, Eltern oder Funktionären.
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Vor allem merkt man erst nach einer Weile, dass man bestimmte Dinge noch nicht kennt oder weiss. Dann kann man den Lernbegleiter um Hilfe bitten bzw. man erfährt in den Wochenendlehrgängen wichtige Dinge.