Noch ein letzter Kommentar zu dem, was Petar geschrieben hat:
Zitat:
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Zitat von Petar
hättet ihr das Geld nicht lieber in das Jugendarbeit investieren sollen?
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Nein, da der Verein vor 2 Jahren das grüne Band der Dresdner Bank für die beste Nachwuchsförderung erhalten hat und auch sonst regelmäßig Auszeichnungen für seine Jugendförderung erhält denke ich, dass wir da parallel dazu schon sehr viel tun. Die Jugendförderung stellt einen zumindest gleich großen Etat dar wie die 2.Bundesliga und viele Fördergelder werden ausschließlich zur Verbesserung des Jugendtrainings und zur Förderung der jungen Spieler verwendet.
Die 2.Bundesliga ist nur einer von acht gleichberechtigten Bausteinen des Jugendförderkonzept des TTSV Fraulautern, das auf Papierform übrigens ca. 150 Seiten umfasst. Würde sich jeder Verein nur halb so viel Gedanken um Jugendarbeit machen, dann wäre Tischtennis der mit Abstand größte Verband im DSB.
Das ist ein Problem bei vielen Vereinen. Sie denken oft, dass man entweder ausschließlich mit Ausländern oder ausschließlich mit Deutschen was erreichen kann, aber um die Integration von beiden Konzepten und die Förderung der Jugend durch die ausländischen Spielerinnen kümmern sich viele gar nicht.
Daher gibt es in Fraulautern in der ersten Mannschaft einige internationale Spitzenspielerinnen, die aber auch im Training für die Weiterentwicklung der eigenen Spielerinnen sorgen. Doch diese Maßnahme bringt nur dann etwas, wenn die Eigengewächse auf Regional-, Ober- und Landesliga spielen dürfen und nicht aufgrund weiterer 12 Ausländer in die 3.Kreisklasse abgeschoben werden.
Zitat:
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Und warum steht eine Mannschaftsaufstellung nur so auf dem Papier? Geld ausgegeangen? Oder um die Zweite zu stärken?
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Patricia Aubry war fast die ganze Saison verletzt, hätte aber auch anders nur ca. 50% der Spiele gemacht damit die eigenen Spielerinnen ihre Einsätze bekommen und sich weiterentwickeln können.
Der Rest hat taktische Gründe, da eine Spielerin z.B. ein halbes Jahr in den USA war und es auch sonst hier und da einmal zu Ausfällen kommen kann, die man dann durch eine Ersatzspielerin aus der höheren Mannschaft kompensieren kann.
Da die 2.Mannschaft vor der Saison 3 Abgänge zu vermelden hatte, war es natürlich auch nicht ganz unerheblich, dass man mit Verstärkung aus der ersten die Regionalliga, die eine sehr wichtige Rolle in unserem Jugendförderkonzept spielt, leichter halten konnte.
Zu den Bilanzen, die du noch zitiert hast: natürlich wären wir anders abgestiegen. der Sprung zwischen der Regionalliga Südwest und der 2.Bundesliga ist riesig.
Aber sicherlich kennst du auch die letztjährigen Bilanzen und hast bemerkt, dass diese sich schon um einiges verbessert haben soweit die Spielerinnen aus privaten Gründen trainieren konnten. Dies ist für mich ein eindeutiges Zeichen, dass die Verpflichtung von Jasna und Matilda erste Früchte trägt und in den kommenden Jahren noch weiter zur Verbesserung des eigenen Nachwuchses beitragen wird.
Ich habe ja nie behauptet, man solle ganz ohne Ausländer spielen, nur ist es auffällig, dass in einigen Verbänden der Anteil extrem hoch ist und in anderen Verbänden fast bei Null liegt.
Optimal ist es immer, einen guten Mittelweg zu finden - ich denke, diese Frage ist erheblich wichtiger, als die reine Spielstärke der Verbände zu betrachten - hängt aber unmittelbar damit zusammen.