|
Hallo, zusammen,
da ich mich als "Tischtennis-Psychologe" seit vielen Jahren mit dem psychischen Einfluss beim Tischtennis beschäftige (praktisch + theoretisch), möchte ich Euch kurz meine Meinung zum obigen Thema mitteilen (in meiner hier zum Schluss angegebenen Broschüre steht darüber noch wesentlich mehr).
Es gibt vier spielentscheidende Komponenten:
1. In keiner Sportart sind besondere Leistungen möglich ohne eine grundlegende allgemeine Kondition und spezielle Fitness in den Bereichen Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination (der wohl weltbeste Techniker Jan-Ove Waldner machte vor seinem WM-Sieg in Manchester vermehrt - Waldläufe!).
2. Hierauf aufbauend wird die spezifische Technik trainiert (über die es viele Bücher gibt und auf die allgemein eher zu viel Wert gelegt wird).
3. Vernachlässigt wird oft die weitere Stufe der Taktik, die helfen soll, die erlernte Technik z.B. gegen verschiedene Spielertypen und in besonderen Spielsituationen punktbringend einzusetzen (hierzu gibt es ein neues - empfehlenswertes - Buch: Geske/Mueller: "TISCHTENNISTAKTIK”, 24,80 DM).
4. Alle drei bisher genannten Komponenten reichen aber für ein erfolgreiches Spiel nicht aus, wenn nicht auch die "mentale” Einstellung stimmt (der "Trainingsweltmeister” bringt im Wettkampf längst nicht seine im Training gezeigte Leistung, während die erfolgreichen Spieler gerade im Wettkampf noch besser spielen als im Training). Dieser mentale Bereich wird um so wichtiger, je höher das Niveau ist, auf dem gespielt wird. Der spanische TT-Nationaltrainer Steen Kyst Hansen schrieb mir: "Der mentale Bereich ist bis zu 70% spielentscheidend.”
Also merke dir: Bis zu 70% wird im Kopf entschieden, wer gewinnt oder verliert!
(Darum habe ich auch hier 70% angekreuzt).
Kommerzielles ist hier NICHT erlaubt!
Gruß
Tobias Stusberg
Administrator
__________________
"Locker - sicher - stark"
|