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Hallo Quizard,
dreimal JA zu deinem ersten Absatz. Den Rest sehe ich ein bisschen anders.
Sollen wir diese Liga wirklich schon abschreiben? Oder kann es nicht doch noch - vielleicht sogar auf "Vermittlung" der Vereine, die mit nur einem "Ausländer" spielen - einen Kompromiss außerhalb des Gerichtssaals geben? Michael Frey und andere haben doch ein paar bedenkenswerte Vorschläge gemacht. Sind denn die Verantwortlichen in den Verbänden und in den Vereinen wirklich so stur, dass sie sehenden Auges unseren Sport kaputt machen?
Wenn es stimmt, Quizard und tim000, dass in Bayern nur 0,5 %der Aktiven Ausländer sind, beim WTTV jedoch 5 %, dann sollten wir auch die Ausländerfrage ein bisschen differenzierter sehen. Für mich gibt es moralisch keinen Unterschied zwischen einem Hochleistungssport treibenden EU-Ausländer und einem Osteuropäer oder einem Chinesen. Für mich gibt es auch keinen Unterschied zwischen einem deutschen Tischtennis-"Touristen" (Zitat) und einem ausländischen - in beiden Fällen kann der Nachwuchs profitieren, oder auch nicht. Außerdem mag ich einen Hochleistungssportler, der zur Ausübung seines Sports ein paar hundert Kilometer fährt, nicht abfällig als "Tourist" bezeichnen. Hochleistungssport kann man heuzutage nicht mehr an jedem x-beliebigem Ort ausführen, sondern nur da, wo die Strukturen (und auch die finanziellen Mittel) vorhanden sind.
Schaut doch mal in die 1. Bundesliga bei den Damen - da findet Ihr noch weniger deutsche Namen wie in unserer "Skandalliga". Oder in die 2. Liga Nord der Herren - da gibt' s einen Verein, bei dem der erste deutsche Namen an Nr. 8 auftaucht. Was machen die Verbände und die Vereine denn in diesen Fällen?
Immer mehr Vereine bekommen Einstweilige Verfügungen. Die neue Anti-Ausländerregel des DTTB scheint - unabhängig davon, wie man inhaltlich dazu steht - juristisch höchst löchrig zu sein. Wollen wir denn jahrelang warten, bis das dem DTTB das letzte Gericht bestätigt hat? Noch mal: Weg vom grünen Tisch - hin zum runden Tisch!
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