Ich bin auch einer der Spätstarter. Bei den Sätzen bis 21 habe ich wohl viel zu viel rumprobiert, um rauszufinden, wo die Schwächen meines Gegners sind. Dies führte, denke ich, dazu, daß ich am Anfang eines Satzes nicht immer voll konzentriert war. Mittlerweile wird sowas mit einem Satzverlust (schneller als man gucken kann) bestraft. Ich versuche nun mich von Anfang an zu konzentrieren, und mich nicht mehr auf das Spiel des Gegners einzulassen. Vielmehr versuche ich einfach mein Spiel so durchzuziehen, wie ich meine das es, für diese Art von Gegner, am besten ist. Entweder es klappt oder es klappt nicht. Wenn ich mit meiner bevorzugten Spielweise das Spiel nicht gewinnen kann, war der Andere wohl besser. Ich vermute, daß die Spiele auch nach der alten Zählweise nicht anders ausgegangen wären.
Die Konzentration kann man bei den Trainingsspielen trainieren, bei denen es um etwas geht (z.B. ein Bier, oder zwei, oder drei

). Die Nervosität bzw. die Angst vor Fehlern kann man sich sicherlich auch abgewöhnen, indem in den oben angeführten Trainingsspielen den Einsatz erhöht (ein Kiste Bier

). Akute Nervosität direkt vor einem Meisterschaftsspiel läßt sich meist durch eine "Kopfschmerzpille"

(=FlascheBier) beheben.
Mal davon abgesehen, daß man Bier als Allheilmittel verwenden kann

, glaube ich, daß man (Frau natürlich auch) mit den Sätzen bis 11 besser klarkommt, je öfter man nach dieser Zählweise gespielt hat.
Nur Mut. Du wirst Dich sicher bald an die neue Zählweise gewöhnen. Allerdings bin ich mal gespannt, was die anderen hier für ne Meinung haben.
MfG
Stephan