Zitat:
Original geschrieben von Mathias
@ The Saw
Wieviele Ausländer spielen denn anteilmäßig in Bayern?
Nach meinen Informationen sollen es weit unter 1% sein.
Auch zu der Zeit, als der Einsatz von Ausländern noch unbeschränkt war.
Wenn es wirklich nur um den "Tourismus" gehen sollte, wäre doch aber eine Differenzierung zwischen Ausländern im Sinne der WO mit und ohne Wohnsitz innerhalb Deutschlands/EU angebracht.
Außerdem sollte man Ausländerrecht und Arbeitsrecht nicht miteinander vermischen. Ein Pole, Tscheche, Slowake oder Ungar darf sich ganz normal als "Tourist" bis zu drei Monaten im Jahr in Deutschland aufhalten und natürlich auch TT spielen.
Ob sich die Vereine und der Spieler an die arbeits- und steuerrechtlichen Bestimmungen halten ist eine ganz andere Frage, welche man über eine Ausländerklausel nicht klären kann, da dies deutsche Spieler doch ebenfalls betrifft.
Durch die derzeit gültige Ausländerbeschränkung diskriminiert man Bürger aus EU-asoziierten Staaten, welche sich legal in Deutschland aufhalten, hier TT spielen, sich an alle gesetzlichen Bestimmungen halten und nach Ansicht des DTTB (es fraglich, da z.B. das OLG Hamm für die Slowakei dies nicht selbst zu entscheiden mochte und daher dem EuGH zur Vorabentscheidung vorgelegt hat) keinen mit Art. 39 EG-Vertrag vergleichbaren Rechtsanspruch besitzen.
@ alle
Diese Ausläderbeschränkung ist auch nicht geeignet, um den deutschen Nachwuchs in Hinblick auf Nationalmannschaften/Nationalkader zu fördern.
1. Gilt die Ausländerbeschränkung nicht für die 1. Bundesliga (der DTTB weiß schon warum)
2. Konnten und können gute deutsch Nachwuchsspieler auch ohne Ausländerbeschränkung entsprechend ihrer Spielstärke eingesetzt werden.
3. Es macht für die Nachwuchsförderung keinen Unterschied, ob in einer Mannschaft mehrere EU-Bürger oder Bürger aus anderen ETTU-Mitgliedsstaaten spielen. Mit einer Beschränkung von EU-Bürgern ist der DTTB nur aufgrund des Bosman-Urteils in der Vergangenheit schon gescheitert.
4. Würde auch kein normaler Mensch auf die Idee kommen, für Eu-Bürger (insbesondere für Deutsche) eine Altersgrenze einzuführen, da die Älteren den Jüngeren die Spiel- und Einsatzmöglichkeiten wegnehmen.
5. Sind viele Spielstarke Ausländer permanent (zumindest in bestimmten Vereinen) vor Ort und trainieren mit talentierten deutschen Nachwuchsspielern.
6. Sind durchdie Ausländischen Spieler die Ligen besser besetz und die deutsch Nachwuchsspieler müssen oder vielmehr können sich gegen spielstärkere Gegner beweisen und wer das nötige Durchsetzungsvermögen besitzt, schafft es auch (z.B. Steger von Regensburg damals aus der Regionalliga Süd in Düsseldorf in die 1. Bundesliga.
Jetzt hab ich schon vielzuviel geschrieben.
MfG
Mathias
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Sehr guter Kommentar ,, aber" was soll oder muß jetzt folgen, passieren, geschehen, getan werden?
Du hast das Thema schön zusammengefasst und auf dem Punkt gebracht an dem kreatives agieren (nicht reagieren) gefordert ist.
Die drei "W" fragen:
Wer, soll wann, wie agieren?
Solange es kein Konzept für die "W" Fragen gibt, werden wir uns in den Foren nur die Finger "wund" tippen. (Ist aber auch eine Art von Streßabbau)
Schöne Woche