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AW: Himmelschreiende sportliche Ungerechtigkeit
Der Bezirk Süd hat eben nur eine gewisse Quote an Plätzen für die Hessenliga. Jahr für Jahr entstehen dabei Diskussionen, wer die Plätze bekommt. Hier werden - und ich denke, mit gutem Grund - vor allem die Ranglistenpositionen als Maßstab herangezogen, welche ja auch für Freistellungen das entscheidende Kriterium bilden.
Dass mit Ober-Kaisbach nun ausgerechnet eine Mannschaft das Nachsehen hat, die Meister der Bezirksklasse wurde, ist unglücklich, aber ohne eine Aufstockung der Hessenliga nicht zu verhindern, da ich Fehlheim, Mühlheim und Obertshausen von der Spielstärke her als etwas stärker einschätze. Inkonsequent wäre es gewesen, zu Lasten der sportlichen Stärke auf das letztjährige Ergebnis Rücksicht zu nehmen, wo man sich doch aus gutem Grund gegen eine Auf-/Abstiegsregelung entschieden hat und dies auch in allen Jahren zuvor so gehandhabt hat. Sollte man zum Beispiel die beiden Spielerinnen, die nach Fehlheim gewechselt sind und in der Bezirksklasse Mädchen gute Leistungen gezeigt haben, dafür bestrafen, dass sie zwei schwächere Mitspielerinnen hatten? Sie haben es genauso verdient - mit nunmehr zwei stärkeren Mitspielerinnen - in der Hessenliga anzutreten, wie die Ober-Kainsbacher Mädchen. Abgrenzungskrierium darf deshalb aus meiner Sicht nur das Einzelergebnis sein.
Daneben glaube ich, dass eine solche Situation, dass sich zwei Vereine derart verstärken, in Zukunft höchst selten ergeben wird.
An Brisanz gewinnt das Ganze noch dadurch, dass keine Bezirksklasse zu Stande gekommen ist. An der Stelle der Ober-Kainsbacher würde ich auch einen Entwicklungsstopp meiner Spielerinnen an deren Stelle befürchten. Aber ich denke, eine Notlösung wäre es, die Mannschaft bei den Jungs auf Bezirksebene starten zu lassen. Vielleicht mact ein Start bei den Jungs nicht so viel Spaß, die sportliche Entwicklung wäre aber, denke ich, nicht verhindert.
Ob man tatsächlich nicht noch einen Doppelspieltag mehr ausrichten kann, kann ich nicht beurteilen, wäre aber aus meiner Sicht eine großartige Alternative, so dass Ober-Kainsbach noch mitspielen könnte. Für die Zukunft halte ich es auch für klug, neben der Quotenregelung für die verschiedenen Bezirke einen Härteplatz für solche Fälle offen zu halten (damit meine ich Fälle, in denen ein Bezirk aus welchen Gründen auch immer mehr starke Mannschaften stellen kann), wie es ja - ich kenne mich nicht aus, bin keine offizieller Vertreter - glaube ich auch bei Einzelveranstaltungen gemacht wird.
Viele Grüße
Hainer
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Es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage.
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