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AW: Tschooooooooooo
Tischtennis ist unter anderem ein psychologisches Duell. Es gehört folglich dazu, im Rahmen des Regelwerks Maßnahmen zu entwickeln, sich selbst optimal zu motivieren und seine Emotionen zu kontrollieren. Wer das nicht schafft, bleibt ewig ein looser.
Ein nichtssagender Ausspruch, egal ob Tschaaa, Tschoooo, Tschuuuu, Hussaaaa, etc., wird häufig bevorzugt, da damit die geringste Möglichkeit des Missverständnisses verknüpft ist. Ein solcher Ausspruch ist das Kanalisieren der eigenen Anspannung. Zum anderen ist es das demonstrative Zeichen an den Gegner, dass man an sich glaubt und kämpft. Das sollte man beim ersten Ballwechsel genauso wie beim letzten Ballwechsel. Wer den Kampf nicht aufnimmt, sollte bei den kleinen Spielen bleiben, aber nicht über jene jammern, die Tischtennis, in allen Dimensionen spielen und nicht nur auf technischer, taktischer oder sonstweder Ebene.
Die Frage nach der Fairness ist ein Prozess der Konsensfindung. Nach dem derzeitigen Regelwerk und der Praxis ist es NICHT unsportlich. Wer also mit solchem Gegnerverhalten ein Problem hat, sollte an sich, an seinem Selbstbewußtsein und an seinem psychologischen Wettkampfverhalten arbeiten.
Da Training in den meisten Fällen die Vorbereitung auf den Wettkampf ist, darf ich auch auf psychologischer Ebene keinen Unterschied machen. Es geht um mein Wettkampfverhalten und nicht, ob ich den Gegner als Mensch mag oder nicht. Zweites zählt abseits des Tisches. Wenn das endlich allen klar wäre, würde es solche Diskussionen auch nicht mehr geben.
Gruß,
Micha.
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"Eine Frau, die so gut sein will wie ein Mann, hat einfach keinen Ehrgeiz." (Bodo Hauser)
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