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AW: Regionalliga Süd Saison 2005/2006
@ Petar, Markus Cansever
Spannendes Thema, und eigentlich wäre ein eigener Thread hierzu angebracht.
Mir persönlich ist jede Deutschtümelei fremd, und ich bewundere jeden guten und fairen Tischstennisspieler - ganz gleich, welcher Nationalität. Dennoch glaube ich nicht, dass sich viele mit einem Verein identifizieren können, zu dem alle Spieler im Grunde keine Bindung haben, wo sie nicht trainieren, in dem sie häufig nicht mal ein paar Mitglieder kennen oder gar mit denen kommunizieren (können). Im Grunde entspricht dies auch nicht dem Begriff "Verein" = Zusammenschluss Gleichgesinnter.
Natürlich bin ich mir bewusst, dass das Problem schon im Spannungsfeld zwischen Hochleistungssport und Breitensport liegt. Diesen Spagat halten jedoch vor allem die aus, die eigene Talente (oder die aus der Umgebung) in ihre Spitzenmannschaft einbauen können. Wo dies nicht der Fall ist, wird's, meine ich, schwierig, so was wie ein "Zusammengehörigkeitsgefühl" innerhalb des Vereins oder des Umfelds zu schaffen. Denn eigentlich interessiert das (fast) keinen.
Das mag in reinen Profi-Ligen - im Tischtennis ist das ja per Definition nur die 1. Bundesliga der Herren - ein bisschen anders sein. Hier freuen sich natürlich auch die Würzburger (Fans) oder die Ochsenhausener über einen deutschen Meistertitel. In anderen Sportarten (Eishockey, Basketball) gibt es jedoch auch hier, nach einigen Auswüchsen, Ausländer-Beschränkungen, was in erster Linie dem deutschen Nachwuchs zugute kommen soll und dies auch tut.
Jedenfalls ist zu beobachten, dass der Anteil der ausländischen Spieler auch in der Regionalliga Süd jedes Jahr beträchtlich zunimmt. Dass dies in jedem Fall gut ist für den deutschen Nachwuchs, um dem wir uns ja am meisten kümmern sollten, wage ich doch stark zu bezweifeln. Der Erfolg heiligt nicht jedes Mittel.
Geändert von Bernd Beringer (30.06.2005 um 14:34 Uhr)
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