Einzelnen Beitrag anzeigen
  #776  
Alt 17.07.2005, 21:32
Max Max ist offline
bin ich.
Foren-Stammgast 2000
 
Registriert seit: 09.01.2004
Beiträge: 2.910
Max wurde öfters kritisiert und sein Ruf ist mittlerweile im Minus (Renommeepunkte mindestens -10)
AW: Tour de France 2005

Aus Spiegel-online:


Dabei hat der Kaptiän in Magenta auf dieser 15. Etappe seinen bisher besten Tourauftritt gehabt, selten sah man den Sieger von 1997 am Berg kämpferischer. Aber als es dann richtig zur Sache ging, als Basso und Armstrong anzogen, hat bei dem Deutschen nur noch das Wollen regiert. Aber nicht mehr das Können. Fazit: Selbst, wenn Ullrich alles gibt, ist es immer noch zu wenig, um Armstrong und mittlerweile auch Basso zu gefährden. So sieht es der Geschlagene auch selbst: "Ich glaube, dass wir uns nichts vorwerfen müssen. Wir haben alles getan, mehr ging nicht", sagte Ullrich. "Es war schon ärgerlich. Ich glaube, ich habe zu wenig gegessen. Ausgerechnet in dem Abschntt, der mir liegt, habe ich eine Minute verloren."

Zu wenig gegessen? Warum passiert das einem Tourfavoriten? Warum prallt ein Tourfavorit vor Beginn des Etappenfahrt in die Heckscheibe von Kummers Kombi? Warum wird er auf der 9. Etappe von einer Windböe erfasst, stürzt und zieht sich nochmals schmerzhafte Verletzungen zu?

Armstrong (l.) und Basso: "Das war schon klasse"
Großbildansicht
AFP
Armstrong (l.) und Basso: "Das war schon klasse"
Vielleicht war ja Ullrich gar kein Favorit auf diesen Toursieg. Vielleicht hat sich das nur keiner getraut zu sagen. Ein Esoteriker würde diese merkwürdige Pannenserie sofort entsprechend einordnen und behaupten: Ullrich war für den Toursieg nicht bestimmt. Immerhin ist er seit heute der souveräne Kapitän des T-Mobile-Teams. Denn der am Berg zuweilen etwas chaotisch fahrende Alexander Winokurow als Zwölfter (mit 7:33 Minuten Rückstand auf Hincapie) oder Andreas Klöden auf Rang 22 (11:27 Minuten) blieben deutlich hinter Ullrich zurück.

Entsprechend klingt auch bei Klöden das Motto für die Resttour: "Eigene Ansprüche gibt es nicht mehr. Wir wollen jetzt nur noch helfen, Jan nach vorne zu bringen." Der Kasache Winokurow sieht es ähnlich: "Wir werden jeden Tag versuchen, mit der ganzen Mannschaft anzugreifen." Jetzt, da das Rennen gelaufen ist, zeigt sich T-Mobile so kämpferisch wie selten. Ein bisschen spät.
Mit Zitat antworten