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Zitat von Christian Stürner
Der Abwehrertyp Fänger (also einer der nicht angreift) ist allgemein veraltet.
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Kann man so nicht sagen. Ich kenne Spieler, die beidseitig abwehren und als Störschlag nur den Schuss beherrschen. Man kann auch heute noch mit diesem Spielsystem bis zu Oberliga/Regionalliga-, in besonderen Ausnahmefällen sogar bis zu Bundesliganiveau kommen. Als Beispiel möchte ich Jewgeni Shetinin anführen, der sägt nur und spielt 1. Bundesliga hinteres Paarkreuz ausgeglichen, er hat sogar schon zweimal Timo Boll geschlagen, ohne auch nur einen einzigen Angriffsball gespielt zu haben.
Man sollte sich zunächst einmal
genau überlegen, welches Spielsystem man jemandem beibringen möchte. Neben angriffsorientierter Abwehr a la Joo Sae Hyuk & Chen Weixing muss man übrigens zwischen einem "Fänger" oder "Bringer" und einem Spielertyp "maximaler Unterschnitt" unterscheiden. Ersterer spielt mit relativ wenig Schnitt, dafür aber mit maximaler Sicherheit, mit der Idee, einfach einen Ball mehr als der Gegner auf den Tisch zu spielen. Spieler dieser Kategorie sind Koji Matsushita und vor allem Matthew Syed. Der Spielertyp "maximaler Unterschnitt" versucht, durch massiven Unterschnitt den Gegner zu Fehlern zu zwingen, zu dieser Kategorie gehört u.a. der oben erwähnte Shetinin.
Ich glaube, es
kann durchaus sinnvoll sein, einen Spieler auf "gnadenlose Defensive" zu trimmen und die Zeit nicht mit Topspinübungen zu vergeuden, denn das kann u.U. auf Kosten der Sicherheit in der Abwehr gehen. Wichtig ist allerdings dann das Einüben des
Schusses auf zu hohe und Stopbälle.
Gruß,
Jancsi